Folge 67 - Franziska Gotzmann und das mobile Team
Shownotes
⚠️ Disclaimer: Empfehlungen und Informationen bezüglich therapeutischer und klinischer Handlungen und Maßnahmen inkl. Dosierungen, Indikation und Applikationsform pharmazeutischer Spezialitäten müssen vor der Anwendung von der jeweiligen Person selbstständig überprüft werden. Die Recherche für diesen Podcast erfolgt sehr sorgfältig, jedoch wird von den Erstellerinnen keinerlei Haftung über die erwähnten Inhalte übernommen. Für medizinische und therapeutische Behandlungen ersetzt dieser Podcast nicht die eigenständige Recherche mittels Lehrbücher, Leitlinien, Fachinformation oder aktueller Literatur. Zum Schutz der Privatsphäre und Anonymität unserer Patient:innen, sowie deren An- & Zugehörigen, werden Name, Geschlecht, Alter und Krankheit bei der Wiedergabe von Geschichten oder Erfahrungen aus dem klinischen Alltag ausgewechselt.
❗Sollten Sorgen, Ängste oder Suizidgedanken aufkommen gibt es hier rund um die Uhr Unterstützung: Telefonseelsorge (telefonisch, per Mail oder Chat erreichbar)
- Telefon: 142 (gebührenfrei)
- Webseite: www.onlineberatung-telefonseelsorge.at
- Webseite: www.telefonseelsorge.at
🎵 Intro-/Outro-Musik: That’s The Way, StreamBeats by Harris Heller
💐 Das Projekt „Hochpalliativ“ wird ermöglicht durch die ehrenamtliche Mitarbeit von DI Lukas Naske (Technik, Schnitt und Produktion) sowie durch die Förderung des Theodor Körner Fonds (Lea Kum als Preisträgerin des Theodor Körner Förderpreises 2023 für „Hochpalliativ - Entwicklung und Analyse eines deutschsprachigen Palliative Care Podcasts“). Vielen Dank!
Transkript anzeigen
00:00:00: Wobei ganz viele ja auch gar nicht den Wunsch haben, zu Hause zu versterben.
00:00:04: Also viele wollen sozusagen eine Überbrückung und da ist es ganz klar sie möchten in einem Hospiz oder einer Palliativstation verstärken.
00:00:24: Hallo und herzlich willkommen zur Hochpalliatif dem Podcast durch die Höhen- und Tiefen der Palliativkehr in Österreich.
00:00:30: Ich bin Lea, Pallietivmedizinerin in Ausbildung Und neben mir sitzt Eva Professorin für Palliotivmedizin.
00:00:39: Wir befinden uns an unterschiedlichen Punkten unserer Karriere, aber teilen eine Leidenschaft mit so vielen Menschen wie möglich verpelletive Kehr zu sprechen.
00:00:48: Und heute sind wir wieder einmal nicht zu zweit sondern zu dritt und wir freuen uns heute Franziska Gottzmann bei uns begrüßen zu dürfen.
00:00:58: Hallo liebe Franziska!
00:01:00: Hallo Lea, hallo Eva!
00:01:02: Hallo!
00:01:03: Franziska ist Fachärztin für Anästhesie- und Intensivmedizin beim mobilen palliativteam der karitas.
00:01:13: Ganz genau ja tätig
00:01:15: seit wie ich jetzt gerade erfahren habe zwei jahren und Du hast eigentlich bist du quasi auf uns zugekommen weil du gedacht hast wir sollten ein bisschen mehr über mobiles palliative team in die welt verbreiten und erzählen.
00:01:29: also wir freuen uns dass du da bist auf eigeninitiative und uns heute den mobilen bereich näher bringen.
00:01:37: Ja, sehr gerne.
00:01:38: Ich habe mir gedacht es ist eine gute Ergänzung und ja das wird auch mal ein bisschen drüber plaudern.
00:01:45: Voll schön.
00:01:46: Magst du dich einfach mal vielleicht ganz kurz noch vorstellen?
00:01:50: Ja kann ich gerne machen.
00:01:52: Wie gesagt Franziska Gottzmann mein Name!
00:01:54: Ich bin jetzt seit zwei Jahren bei der Caritas Immobilien-Paliativ-Team tätig war eben davor Anästhesistin und haben ja irgendwie den Anäßhesisten wieder immer nachgesagt wir wollen so wenig mit dem Patienten sprechen Hat am Anfang wahrscheinlich auch gestimmt.
00:02:10: Nur im Laufe meiner Zeit habe ich dann festgestellt, dass ich eigentlich schon ganz gerne rede sowohl mit Angehörigen als auch mit Patienten und Patientinnen und mich irgendwie der Bereich Ethik und letzte Lebensphase eigentlich sehr interessiert und hab dann beschlossen meine Karriere nochmal umzugestalten.
00:02:31: Und wolltest du schon immer Ärztin werden?
00:02:34: Nein, ich habe tatsächlich erst relativ spät aber Vier Jahre nach der Matura dann begonnen, genau.
00:02:41: Ich habe davor noch die Krankenpflegeschule gemacht und hab währenddessen gesehen dass es doch mehr die Medizin ist, die mich
00:02:49: reizt.".
00:02:50: Und jetzt bist du ja auch in einem Bereich gelandet, der sehr interprofessionell aufgebaut ist wo Pflegemedizin also ärztliche Seite, Pflegeseite eng zusammenarbeiten.
00:03:02: darf ich dir fragen wie würdest du einem Kind erklären was ein mobiles Qualitivteam macht?
00:03:07: einem Kind, okay.
00:03:10: Ja wir betreuen eben Menschen die schwer krank sind ja eben zu Hause weil oft ist eben der Wunsch nicht mehr so viel Zeit im Krankenhaus zu verbringen und einfach in den eigenen vier Wänden zu sein.
00:03:25: Und zum Glück gibt es auch ganz oft ein Team rundherum sag ich mal also im Sinne von Angehörigen Die das unterstützen wollen und da helfen wir dass das bestmöglich funktioniert zu Hause.
00:03:41: Und wir sind ja im Krankenhaus manchmal so, hab ich den Eindruck, wir haben leider selber kein eigenes mobiles Palliativteam.
00:03:48: also wir sind sehr dankbar für die Kooperation unter anderem mit euch glaube ich Wir schätzen das manchmal vielleicht
00:03:57: auch
00:03:58: gar nicht so richtig ein welches Symptome man zuhause gut behandeln kann und welche nicht.
00:04:04: könntest du uns da ein bisschen erzählen wie dein Alltag ausschaut.
00:04:08: Was du als Ärztin so erlebst an einem Tag?
00:04:13: Ja, gerne!
00:04:13: Also bei uns ist es so wir haben das Glück dass wir eine Bezugsbetreuung haben.
00:04:20: Das heißt, es ist wirklich ein fixes Team für einen gewissen Patienten, eine gewisse Patientin was eben die Betreuung doch sehr intensiv und auch persönlich macht Und auch eine sehr vertrauensvolle Behandlung ermöglicht.
00:04:35: und daher ist es auch so, dass ich mir meine Termine selbst ausmachen darf.
00:04:40: Und grundsätzlich ja schaue ich schon, dass sich alle paar Wochen mal zu den Patienten kommen bin aber natürlich so flexibel wenn jetzt akut ein Problem auftritt das ich dann macht natürlich Termine einschiebe.
00:04:55: also ich bin in meiner Arbeit zum Glück sehr frei und flexibel und kann da wirklich drauf eingehen was gerade gebraucht wird.
00:05:02: Das heißt, mein Arbeitsalltag sieht so aus, dass ich meinen Handy und meinen Laptop öffne.
00:05:08: Ein bisschen schmökere was so passiert ist über den Nachmittag oder die Nacht, seit ich eben das letzte Mal in Dienst war und dann nehme ich meinen Kalender und da sind dann eher oft schon Termine drin oder Anrufe.
00:05:23: also wir machen auch viel einfach telefonische Betreuung weil es oft auch reicht mal anzurufen und die Medikamente durchzubesprechen.
00:05:31: Und bei den Patienten selbst arbeiten wir auch sehr viel vorausschauend.
00:05:36: Das heißt, ich überlege mir im Vorhinein was sein könnte weil wir natürlich eine Rufbereitschaft haben aber kein Blaulichtsystem und auch noch eine Person im Dienst ist für ganz Wien.
00:05:48: das heißt Wir können natürlich dementsprechend wo wir gerade sind und was noch alles auf unserem Kalender steht natürlich nicht sofort vor Ort sein Genau.
00:05:58: Das heißt, wir schauen das schon ganz viel an Medikamenten vor Ort ist, dass die Angehörigen und Patienten-Patientinnen da auch gut Bescheid wissen und... ...dass dann eben viel einfach telefonisch gelöst werden kann.
00:06:15: Ja!
00:06:16: Und die Angehörigen darf ich das kurze Zwischenfragen trauen?
00:06:19: Die sich auch zu Medikamente zu verabreichen, wenn ihr ihnen das gut erklärt.
00:06:26: Ist es sehr unterschiedlich oder trauen die meisten sich das zu?
00:06:29: Oder trauen sie sich das nicht zu?
00:06:31: Ich glaube, dass ist etwas was viele Menschen interessiert weil ja doch immer so der Spagat da ist zwischen pflegende Angehörige, was oft schwierig ist finde ich, weil es ist ein Beruf auch wenn die Angehörtigen sich sehr bemühen und aber gleichzeitig natürlich dem Wunsch zur Hause zu sein.
00:06:49: Und da würde mich sehr interessieren wie's in der Praxis wirklich ausschaut.
00:06:53: Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Angehörige schon sehr viel zutrauen und in den meisten Fällen wenn nicht sogar in fast allen Fällen dann auch das gegeben wird.
00:07:04: Bei Opiaten oder wenn zu Diazebinen machen wir es aber schon so, dass wir sagen sie sollen einfach zuerst anrufen bei uns nochmal und sich rückversichern damit einfach auch die Sicherheit da ist und auch Dosierungsfragen noch mal geklärt werden können.
00:07:20: Und natürlich gibt es dann auch immer wieder Fälle, wo die Angehörigen dann sagen mir ist das einfach zu viel.
00:07:25: Ich kann nicht mehr und dann ist es natürlich in Ordnung, die Rettung zu rufen.
00:07:29: oder wir schauen eben dass wir ein Bett auf einer Palliativstation bekommen Genau.
00:07:35: Also Es gibt Natürlich jeder ist individuelles gibt Beides.
00:07:40: aber ich habe schon die Erfahrung gemacht Das Zu unserem Team dadurch dass wir doch sehr persönlich und eng in Kontakt sind.
00:07:49: Da ist das Vertrauen, glaub ich auch schon sehr hoch in uns ... Und dann machen sie das oft.
00:07:56: Welche Symptome würdest du sagen?
00:07:59: Könntest du gut zu Hause behandeln, die man vielleicht sich eher vorstellen könnte, dass man es im Krankenhaus behandeln würde aber gar nicht dran denkt, dass ihr auch zu Hause gut in den Griff bekommt.
00:08:13: Also mir fällt jetzt Er taugt kein Symptom ein, das sich jetzt völlig ausschließen würde.
00:08:19: Wo wir natürlich an unsere Grenzen stoßen sind, eine gute Atemnotsymptome mit Angstpanik verbunden sind und sehr plötzlich kommen.
00:08:27: Und wie ich schon gesagt habe können nicht sofort vor Ort sein.
00:08:32: Also da stoßen wir ein bisschen an unseren Grenzen.
00:08:35: es ist aber auch wichtig davor gut zu besprechen was jetzt der Wunsch ist Weil auch bei einem Ilios zum Beispiel würde man ja zuerst daran denken ins Krankenhaus.
00:08:45: Am Verschluss müssen wir jemand dazu sein, für die nicht Medizinerinnen ist ganz klar!
00:08:49: Wir haben unsere Sprache.
00:08:53: Genau da würde man sehr rasch dran denken in das Krankenhaus zu überweisen.
00:08:57: aber auch da wenn mit der Familie und dem Patienten besprochen ist er möchte Zuhause sein und er möchte sediert werden dann geht auch das.
00:09:05: Dann braucht es einfach viele Gespräche und viel Vorbereitung.
00:09:11: für Blutungen gilt dasselbe.
00:09:14: Und ich sage das immer so, wenn ich den Leuten von dem mobilen Qualitivteam erzähle, weil wir erzählen es ja häufig und gerne häufig hätten, dass sie ein mobiles Qualitiven bekommen.
00:09:25: Sag ich immer, das ist so wie bei uns in der Ambulanz.
00:09:27: Das ist eine Ärztin oder eine Pflegekraft.
00:09:30: die kommen sich nach Hause und sprechen dann mit ihnen und können die Medikamente anpassen.
00:09:36: Weil oft sind glaube ich die Vorstellungen ein bisschen... Anders, also viele glauben dann wird ganz viel gemacht an zu Hause.
00:09:44: Da wird dann plurapunktiert und auch Wasser abgelassen oder was auch immer Und ich versuche dann immer einfach die Erwartungen ein bisschen noch so wieder auf auf die Realität zurückzuholen.
00:09:56: Ist das so?
00:09:57: Also ist es ihr sprecht mit den Menschen, seid ihr da begleitet sie?
00:10:02: Genau das
00:10:02: Medikamente an so sozusagen
00:10:05: genau.
00:10:05: wir sind sozusagen eine Ergänzung zur Regelversorgung.
00:10:08: ja Und was ich aber schon erwähnen möchte, ist dass wir in unserem Team auch eine Psychotherapeutin haben.
00:10:15: Eine Physiotherapeute, jemanden von der Seelsorge und noch ein großes Ehrenamtsteam.
00:10:20: Das heißt ... Wir können auf vielen Ebenen da gut helfen.
00:10:24: Das heisst
00:10:24: ihr seid ein spezialisiertes ambulantes Team?
00:10:27: Ich glaube das ist ganz wichtig!
00:10:28: In Deutschland ist es ja sehr bekannt, SAPV.
00:10:31: Spezialisierte ambulante Palliativversorgung Und ich glaube, dass das für die Menschen schon wichtig ist.
00:10:37: Wenn Sie mal im Krankenhaus eine spezialisierte Palliativbetreuung erleben und sagen zuerst wollte es nicht jetzt hat's mir sehr gut getan Jetzt will ichs weiter Dass es dann auch weiter geben kann und dass ein nach Hause gehen kein Ausschlussgrund ist.
00:10:51: Deswegen wollte ich dich fragen als palliativmediziner im ambulanten Bereich.
00:10:55: gibt es irgendein Missverständnis wo du sagst Das würdest du gerne aus der Welt räumen?
00:11:03: Na ja, was mir immer wieder schon begegnet ist.
00:11:06: Wir haben natürlich auch Patienten und Patientinnen die sehr lange noch Therapien bekommen.
00:11:13: Und den Nebenwirkungen dieser Therapien können wir natürlich da nicht betreuen und wir kontrollieren dann auch nicht regelmäßig das Labor nach Chemotherapien
00:11:24: usw.,
00:11:24: also da grenzen wir uns schon ab.
00:11:28: aber das ist eigentlich immer relativ schnell geklärt, also ich kläre schon noch gerne am Anfang, wo unsere Grenzen einfach sind.
00:11:38: Und wenn jetzt zum Beispiel, wenn ihr einen Einsatz startet und dann ist vielleicht noch nicht so viel pflegerischer Bedarf für Zuhause da, könnt sie dann im Verlauf auch das organisieren oder dass z.B.
00:11:51: eine Hauskrankenpflege- oder Wundenmanagement nach Hause kommt?
00:11:54: Oder ist es dann was, was der Haushaltszausatz denn eher
00:11:57: machen
00:11:58: würde...
00:11:59: Wir beraten dann natürlich auch und wir können auch mit dem FSW zum Beispiel telefonieren, der eben die Pflege organisiert bzw.
00:12:06: schaut welche Pflegeorganisationen gerade Kapazitäten haben.
00:12:09: also ja wir unterstützen das schon.
00:12:13: Aber eine Hausarzt muss trotzdem sehr viel machen weil alles an Verordnungen usw.
00:12:19: nicht machen können.
00:12:21: regelmäßige Rezepte also das macht nach wie vor der Hausarzte aber das funktioniert sehr gut.
00:12:27: Und wie geht ihr damit um, wenn ihr merkt das An- und Zugehörige?
00:12:30: Ich sage immer, die an An- oder Angehörigen sind für mich quasi die Blutsverwandten.
00:12:34: Ja.
00:12:35: Die Zugeherigen sind die Freunde, die ja oft auch sehr wichtig sind ... Oder einfach Menschen, die einem kranken Menschen nahestehen.
00:12:45: Wie geht ihr da mit Umwenn ihr merkst?
00:12:48: Da gibt es Überforderung und die Betroffenen selbst sagen ich möchte so gern zu Hause bleiben und man spürt so richtig, dass Umfeld hätte am liebsten Lieber heute als Morgen, dass sich das ändert und die Menschen ins Krankenhaus kommen.
00:13:02: Wie geht ihr damit um?
00:13:05: Ja ich würde auch mal sagen ganz individuell.
00:13:08: also wir nehmen das schon sehr ernst und machen auch den Patienten ein irgendwie... Wir versuchen zu erklären, wenn die anderen Zugehörigen die Versorgung nicht mehr schaffen oder dann selbst zusammenbrechen weil die Last einfach zu groß ist.
00:13:26: Ja, ist ein Zuhause bleiben auch nicht möglich.
00:13:30: Normalerweise muss ich sagen funktioniert das sehr gut und die Patienten und Patientinnen können das schon noch sehr gut abschätzen.
00:13:39: Mir fällt jetzt konkret habe ich eine Patientin im Kopf wo dieser Zwiespalt wirklich sehr spürbar war und da hab' ich dann schon fast Partei eigentlich für den Ehemann ergriffen.
00:13:56: konnte sie dann dazu bringen, auf eine Palativstation zu gehen.
00:14:00: Aber natürlich tue ich mir mit solchen Dingen auch sehr schwer da irgendwie einen guten Weg zu
00:14:06: finden.".
00:14:07: Das
00:14:07: ist ja die große Herausforderung für mich in unserem Bereich dass wir einerseits sagen Wir sind auch für das Umfeld da aber die die dazugehören haben halt oft ganz andere Bedürfnisse als die Betroffenen und das unter einem Hut zu kriegen stelle ich mir auch Zuhause sehr herausfordernd vor.
00:14:24: andererseits denke ich auch, also ich bin ein sehr neugieriger Mensch.
00:14:28: Das muss ja urspannend sein bei den Leuten zu Hause so zu sehen wie das so leben und was da so herumsteht und gibt vielleicht einen anderen Eindruck von einem Menschen wenn er nicht sofort in diesem Krankenhausgewandel legt.
00:14:46: Genießt du das auch manchmal?
00:14:48: Ja natürlich, ich finde es immer total spannend eine Tür aufzumachen und zu warten was einen erwartet.
00:14:56: Ich habe Teile von Wien kennengelernt und Unterkünfte waren mir gar nicht so bewusst was es alles gibt.
00:15:06: Also ich fühle das total spannend und wie du sagst wenig sagt zu viel wahrscheinlich aus wie die eigenen vier Wände.
00:15:14: Und ja, ist schon immer wieder spannend.
00:15:15: Auch die Haustiere und man lernt auch ... Also wenn eine Betreuung länger ist, lernt man auch Freunde kennen, Freundinnen kennen.
00:15:24: also es ist dann irgendwie gehört man dann so ein bisschen dazu und ich genieße das schon sehr.
00:15:31: Schon sehr spannend!
00:15:34: Was ist jetzt so?
00:15:36: Das würde ich sagen als besonderer an der Versorgung zu Hause.
00:15:39: aber was ist so für die Patientinnen?
00:15:43: das Tolle daran oder das Besondere würdest du sagen?
00:15:48: Naja, natürlich dass sie zu Hause sein können.
00:15:50: Das werdet ihr sicher auch oft erleben, dass es ein ganz großer Wunsch ist einfach Zuhause zu sein bei den Menschen die man am liebsten hat einfach Die um sich zu haben Seine gewohnte Umgebung zu haben.
00:16:03: und ich glaube schon dass bei uns sicher das besondere eben Auch diese Bezugsbetreuung wie gesagt ist dass Sie wissen es kommt eigentlich immer Außer es gibt Urlaub oder Krankenstände, aber in der Regel immer denselben Arzt, derselbe Ärzte und immer dieselbe Person von der Pflege.
00:16:20: Ich glaube das ist ja schon was Besonderes.
00:16:22: Und auch dass wir einfach Zeit haben also unsere Erstbesuche zum Beispiel da an oft eine Stunde einen halb Stunden und glaubt das sind dann schon viele überrascht wie viel Zeit dann da ist.
00:16:37: Was ich auch ganz oft höre Weil ich mir dann eben oft Anrufe ausmache oder eben sagt jemand von der,
00:16:45: z.B.,
00:16:45: Physiotherapie wird sie anrufen und dann höre ich ganz oft... Also wenn ihr sagt die ruft es an, er ruft wirklich an!
00:16:53: Ich
00:16:53: glaube die Menschen haben viel erlebt, ja?
00:16:56: Die haben schon viel erlebt.
00:16:58: Wir kümmern uns drum, Mann muss sich darum kümmern.
00:17:01: das ist überhaupt immer mein Lieblingsding diese Mannperspektive weil wer ist das dann konkret?
00:17:07: Und was ich dich auch fragen wollte, wie viele Menschen?
00:17:10: in Wien gibt es ja vier mobile Palliativ-Teams.
00:17:12: Ist das korrekt?
00:17:14: Also wir sind das Equivalent für, ich glaube, vier Teams.
00:17:18: also wir alleine sind equivalent eigentlich vier Teams aber eben werden als ein großes geführt.
00:17:25: genau dann gibt's noch... Zwei oder drei andere Organisationen.
00:17:28: Hilfswerk,
00:17:29: Wohnsoziales Wien, Caritas, Caridas Soziales.
00:17:32: Genau da sind die vier.
00:17:34: Habe ich brav auswendig gelernt.
00:17:36: Joho, Test verstanden!
00:17:38: Wie viele Menschen betreut ihr ungefähr?
00:17:41: Ja also wir versuchen so um die hundert Patienten zu betreuen
00:17:46: und wenn es Krisen gibt zur hause arbeitet.
00:17:49: jetzt kommt ein böses Fremdwort antizipatorisch wenn ich das richtig verstanden habe.
00:17:53: also ihr versucht die menschen auch soweit es geht, auf Krisen vorzubereiten.
00:17:59: Aber wie geht ihr konkret mit Krisen um?
00:18:03: im mobilen Palliativ-Team?
00:18:06: Du meinst jetzt wenn ...
00:18:08: Wenn's zu Hause, wenn die Menschen euch anrufen und sagen entweder ist das eine Blutung oder eine Art Not, sagt ihr dann man muss die Rettung rufen weil ihr könnt nicht schnell genug da sein oder variiert das.
00:18:19: Wie kann man sich das vorstellen?
00:18:21: Genau so.
00:18:21: in besten Fall ist es davor besprochen was in so einer Situation kommt wobei ich in den Situationen auch immer sage bzw.
00:18:28: wenn ich das davor bespreche, immer sag man kann viel besprechen und planen.
00:18:32: wie es einem dann in der Situation wirklich geht weiß niemand beziehungsweise weiss man wenn die Situation da ist.
00:18:40: bei manchen ist wirklich ganz klar sie wollen zu Hause sein und dann haben wir auch sitierendes Zuhause.
00:18:46: also wir arbeiten zum Beispiel auch viel mit diesem Mieterzola am Nasenspray zum Beispiel wo man eigentlich so gut wie jeder Situation mal relativ einfach anzudieren kann und dann kommen wir so schnell wie möglich.
00:19:00: Oder wenn man eben hört, es ist zu viel oder es ist der Unsicherheit da, natürlich raten wir die Rettung anzurufen.
00:19:07: aber grundsätzlich sage ich immer, man macht nichts falsch mal unsere Hofbereitschaft anzuraufen weil sonst das Schlimmste was wir sagen können ist auch nur rufen sie die Rrettung und dann ruft man die eben ein bisschen später als man sowieso getan hätte.
00:19:21: also
00:19:22: Und ihr versucht dann wahrscheinlich auch mit dem Umfeld der Menschen, die ihr betreut das ebenso zu besprechen?
00:19:29: Oder weil ich glaube es ist ganz wichtig.
00:19:30: Weil die Menschen selber in der Krise ja wahrscheinlich das nicht kommunizieren können sondern überfordert sind.
00:19:35: Habt ihr auch so einen Art Krisenbogen oder eine Art Dokumentation?
00:19:39: oder ist das eher was wo ihr sagt ihr sprecht's mit den Leuten.
00:19:43: Also wir haben diese Betreuungsmappe, die immer vor Ort ist, wo auch das DNR zum Beispiel.
00:19:48: Die bezeichnen dafür dass man eben nicht wiederbelebt festgehalten wird und aber jetzt einen richtig klaren Bogen für die Rettung z.B.
00:19:56: haben wir nicht.
00:19:58: Aber wir machen das schon teilweise auch, dass wir dann mit der Rettungen telefonieren wenn sie vor Ort sind und eben zum Beispiel vereinbaren was die Tiere an ist oder was gegen die Schmerzen schon mal spritzen und wir kommen dann so schnell wie möglich nach.
00:20:12: also Das ist wirklich vieles möglich.
00:20:15: Allein wenn ich jetzt mit dir hier spreche oder wie wir mit dir sprechen, habe ich das Gefühl von Vertrauen.
00:20:21: Das finde ich echt interessant, wie man das sofort spürt, dass da jemand ist, den man vertrauen kann und ich glaube, das ist schon eine ganz große Herausforderung.
00:20:34: auch denke ich mir für dich als Ärztin.
00:20:38: Ja teilweise spürte man schon sehr viel ... ja Ja, wie du sagst wahrscheinlich Vertrauen in einen gelegt wird und dann muss man dem auch gerecht werden.
00:20:48: Und die Pflegepersonen, die ich erlebt habe aus dem mobilen Palliativ, die muss ich sagen fand ich auch unglaublich toll irgendwie so.
00:20:54: Also klingt jetzt vielleicht blöd aber so geerdet, so pragmatisch mit beiden Beinen fest am Boden das möchte ich auch immer wieder loswerden weiß nicht leer wie es dir geht.
00:21:04: wir sind keine Träumeier Wir sind keine Esos die Kerze anzünden, also ich finde Kerzenanzünden ist was Schönes.
00:21:12: Aber weil uns das oft so nachgesagt wird, so die Softies und so... Da geht's schon echt um Wasser!
00:21:19: Und da geht es um belastende Symptome, da gehts um Schmerzen, der geht zum Atmen oder geht zum Übelkeit?
00:21:24: Erbrechen
00:21:25: etc.,
00:21:26: Das is ja alles nicht nix und natürlich auch Angst, die damit einhergeht.
00:21:31: Da wollte ich dich fragen ob du Und vielleicht eine Situation beschreiben kannst du jetzt gar keine dramatische Situation, sondern einfach eine Situation zu Hause.
00:21:40: Die dir spontan in den Sinn kommt die dich sehr bewegt hat oder die dir die lange in dir nachgewirkt hat?
00:21:48: Ja also da fällt mir spontan eben habe ich vorher kurz erwähnt die Patientin ein wo es mit dem dem Ehemann wo schon beim Ehemannen immer eine deutliche Überforderung war das Als ich den Erstbesuch gemacht habe, war sie sicher schon sehr weit fortgeschritten.
00:22:06: Ich glaube die Betreuung hat ein halbes Jahr gedauert.
00:22:09: Also ist jetzt im Durchschnitt, glaube ich, betreuen wie die Patienten so drei, vier Monate.
00:22:14: Es war schon eine etwas längere Betreuungs- und noch eine sehr intensive Betreuungen weil da eben... Das war eine junge Patientin, ich glaube, forty fünf Jahre alt.
00:22:28: Schmerzen waren einfach immer ein Thema und eben dieses Total Pain, das eben kaum durch Medikamente beherrschbar war.
00:22:37: Wo ich auch immer wieder merke dass ich dann klarerweise auch an meine Grenzen stoße weil irgendwann man einfach nicht mehr versprechen oder versichern kann dass man die schmerzengut in den Griff bekommt weil dann versucht man schon alles Schmerzpumpen in Horendendosen und trotzdem immer wieder diese Durchbrüche.
00:22:58: Und da haben wir immer wieder versucht auch auf einer Palliativstation, sie war auch eine Zeit lang bei euch zu überweisen.
00:23:05: aber auch da war die Schmerzzentstellung nicht gut und da war es wirklich immer so ein Spagat zwischen.
00:23:13: sie will sich schon wieder selbst entlassen der Ehemann braucht aber einfach mal zwei drei Tage zum Durchschnaufen.
00:23:22: Ich finde sie eben so schwierig.
00:23:24: Für mich ist es einfach schwierig, wenn man so spürt wie sehr die Menschen am Leben hängen.
00:23:28: Und mit forty-fünf natürlich jeder hängt am Leben aber bei jüngeren Patienten ist das natürlich oft besonders spürbar und wir konnten ihr dann tatsächlich ermöglichen dass sie zu Hause verstirbt.
00:23:42: weil was ich schon auch immer merke wenn man dann mal Klartext spricht und sagt der Mann ist jetzt an der Grenze und wir müssen irgendeinen langfristigen Plan erstellen oder irgendeinen Plan finden, der für alle funktioniert.
00:23:56: Und nachdem ich dieses klare Gespräch geführt habe hat sie sich eigentlich so zurückgezogen dass sie innerhalb weniger Tage verstorben ist und ja daran denke ich irgendwie noch oft weil es auch sehr intensiv war mit allen anderen Zugehörigen und das war eben auch so ein ganz offener freundlicher Haushalt da hab' ich alle mögliche Freunde kennengelernt.
00:24:16: also das war schon sehr berührend und auch sehr schön.
00:24:22: Aber hat er auch seine Herausforderungen?
00:24:27: Ich würde noch gern wissen, weil das eine Frage ist, die wir immer bekommen.
00:24:32: Wenn du wem begleitest, kannst du sagen wie viele Menschen begleitet ihr dann wirklich am Lebensende beim Sterben und wie viele müssen sie in ein Krankenhaus oder Pflegeeinrichtung versterben?
00:24:44: Kannst du das zahlen?
00:24:46: oder prozenten?
00:24:47: Also vom Bauchgefühl her würde ich jetzt sagen so... Hälfte, wobei ganz viele ja auch gar nicht den Wunsch haben zu Hause zu versterben.
00:24:56: Also viele wollen sozusagen eine Überbrückung und da ist ganz klar sie möchten in einem Hospiz oder einer Palativstation verstärken.
00:25:06: Ich glaube das ist ein ganz wichtiger Punkt dass sterben zuhause da gibt es ja diese lustige Umfrage.
00:25:12: also ich weiß nicht ob so lustig ist.
00:25:13: aber die umfrage wo wollen Sie sterben?
00:25:15: Und die Antwort wenn dann zu Hause.
00:25:18: Wir glauben nicht, dass es wirklich passiert.
00:25:19: Letztlich sterben immer nur die anderen und man darf das auch nicht idealisieren.
00:25:26: Das Sterben zuhause ist für mich etwas ... Also, Sterben im Schloß ist dann zuhaus für mich meine Idealvorstellung.
00:25:35: Aber wo ich sagen würde, das wünsche ich mir aber ich würd's auch nicht idealisieren weil ich hab auch Situationen gesehen und ich glaub die haben wir alle gesehen wo die Sicherheit einer Institution schon auch was bieten kann und dann muss man mit den Leuten ganz offen ins Gespräch gehen.
00:25:54: Ist meine Meinung, redet ihr mit den Leuten über so Sterbeszene?
00:26:01: Wie sie sich ihr Sterben vorstellen, wovor sie Angst haben, was sie sich wünschen würden, sprecht ihr da auch ganz konkret drüber?
00:26:10: Ja, das sprechen wir schon darüber, dass es eben leider nicht immer ... einfach dieses im Schlaf versterben ist.
00:26:17: Ich glaube, darauf folgt es ein bisschen hinaus sondern dass es auch oft mit belastenden Symptomen einhergeht und das versuchen wir schon ganz klar darzustellen.
00:26:29: wenn ich da vielleicht kurz etwas erzählen darf Wir sind teilweise auch tätig in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung Und wir hatten Auch als ganz kürzlich einen auch sehr jungen Patienten, der war jünger als ich und ich bin ... ... noch.
00:26:48: Und er hatte so ein riesiges Lymphom am Hals und die Kommunikation mit ihm war eigentlich kaum möglich.
00:26:59: Die Menschen in einer Einrichtung wollten unbedingt, dass er dort verstirbt und wir haben dann beim ersten Besuch schon gesagt naja eben dieser Tumor am Heiß, man hat doch wirklich von Besuch zu Besuch also innerhalb weniger Tage gesehen wieder größer und größer wird.
00:27:15: Dann kamen immer schon Symptome dazu wie Atemnot und da haben wir dann schon erklärt dass in so einem Fall das Versterben doch auch belastend sein kann Und die haben aber daran festgehalten und ich fand es so bewundernswert und es ist wirklich wahnsinnig gut gegangen Eine Pumper mit Miederzolam relativ früh gestartet, also mit Dormekommen im Penzotirzipin.
00:27:44: Und dadurch konnten wir dann viel Atemnot-Angst im Vorfeld schon reduzieren.
00:27:50: und das ist dann wirklich wie man sagt schön, ja, hinübergeglitten.
00:27:57: Gott sei Dank hast du gesagt geglitten und nicht hinüber geschlafen?
00:28:00: Ich sage immer sterben ist nichts.
00:28:01: schlafen weil es halt oft heißt ist friedlich eingeschlafen.
00:28:03: ich glaube dass klingt auch tröstlich und schön.
00:28:06: Aber wenn man einschläft, weißt du auch als Anästhesistin.
00:28:08: Ich würde mir wünschen, dass ich dann doch einschlafe und wieder aufwache.
00:28:14: Gut kommt drauf an!
00:28:16: Aber palliative Geheiß-Lebensmedizin, das ist immer wieder etwas was es zu betonen gilt und wir dürfen uns auch von den Menschen die wir betreuen überraschen lassen.
00:28:29: reden wir so dagegen an und sagen, nein das war sie sich vorstellen ist nicht realistisch.
00:28:33: Und dann stimmt es gar nicht sondern dass was wir uns vorstellen isst nicht realiistisch.
00:28:38: Ich glaube im Palliativbereich ist das ganze gute Schule auch die eigenen Konzepte nicht immer drüber zu stülpen weil das machen wir alle und das machen glaub ich im palliativ Bereich genauso.
00:28:48: Ich find das ja auch lustig, wenn ich für Sie gehe und sage, der Patient schaut ja super aus.
00:28:52: Der kann nach Hause gehen und dann sehe ich schon leeres Blick von hinten oder ich spüre den Blick so auf die Art komplett unrealistisch was du da jetzt denkst.
00:29:02: Also Austausch ist auch wichtig.
00:29:03: Da wollte ich dich anfangen Wie tauscht ihr euch im Team aus?
00:29:06: Und habt ihr auch Supervisionen?
00:29:09: Ja diese beiden Dinge
00:29:11: Genau also grundsätzlich.
00:29:14: Also ich spreche jetzt mal von diesem Pflege- und Arztärztinnen-Team, die eben so als Tandem dann in einer Betreuung drinnen sind.
00:29:26: Wir telefonieren einfach ganz viel also die Besuche machen wir groß, dass alleine aber wir tauschen uns danach auch einfach aus.
00:29:34: und jeden Freitag gibt es noch eine Patientenbesprechung wo wir dann nochmal Alle Erstbesuche vorstellen und auch darüber sprechen für die Personen, die am Wochenende im Dienst sind.
00:29:45: Welche wo man bitte anrufen soll, wo eben etwas sein könnte.
00:29:51: Genau das ist einmal die Woche und super Vision haben wir ich glaube jetzt zehnmal im Jahr.
00:29:56: also wird auch angeboten ja aber das stimmt schon.
00:30:00: gerade am Anfang als ich hier begonnen habe war schon viel so naja mache ich das jetzt gut mache ich dass jetzt richtig weil man ja dann Ich kannte das auch noch vom Krankenhaus, wo dann ganz viele Kollegen um einen herum sind.
00:30:16: Und da steht man dann plötzlich alleine.
00:30:17: aber ich glaube es geht ganz gut.
00:30:22: Ja schön vielleicht kommen wir jetzt schon zu diesen praktischen Themen die vielleicht für uns relevant sind oder viel zu hören und noch relevant sein könnten.
00:30:31: wann sollte man ein Palliativ-Team ein mobiles Kontaktieren oder organisieren?
00:30:38: Das ist eine sehr gute Frage!
00:30:42: Wichtig.
00:30:42: Ja, eine sehr wichtige und gute Frage.
00:30:46: Also wo wir gut einsteigen ist natürlich wenn eine Symptomlast da ist.
00:30:52: also wenn jetzt eine maligende Erkrankung bekannt ist und gar keine Symptomslast die Menschen selbstständig sind sich selbst versorgen dann ist jetzt diese mobiler Betreuung nicht unbedingt notwendig.
00:31:05: aber auch für diese Menschen bieten so eine früh palliative Betreuung, Beratung an.
00:31:12: Wo wir einfach mal zu uns ins Büro kommen und wir plaudern ein bisschen darüber welche Möglichkeiten es gibt wie sich die Krankheit entwickeln kann.
00:31:23: Und dann haben wir auch für Patienten, die soweit mobil sind in unserer Tageshospiz wo man im Tageweise kommen kann, wo auch Pflegemedizin-Therapeutinnen vor Ort sind Und da auch schon mal stundenweise, tageweise eine Betreuung möglich ist.
00:31:42: Wenn Mobilität ein Thema wird und Schmerzen hinzukommen ... Irgendeine Art von Symptom-Las dann ist ein mobiles Team wahrscheinlich das Richtige.
00:31:52: Kann ich mich als Privatperson an euch wenden oder brauche ich dazu eine ... Bei uns macht es die Sozialarbeiterin über den FSB.
00:32:01: Aber kann ich das einfach anrufen bei denen?
00:32:04: Ja,
00:32:05: ich brauche
00:32:05: jetzt ein mobiles Piativ-Team.
00:32:07: Genau wir haben eben einen Beratungszentrum wo eine diplomierte Pflegeperson sitzt und die dann schon mal am Telefon eine erste Entschätzung macht und eben einschätzen kann.
00:32:20: geht das eher in Richtung Frühberatung, Tagesausstieg oder braucht es schon ein mobilles Team?
00:32:26: oft reicht auch ein kurzer Austausch mit dem Hausarzt der Hausärzte zum Beispiel.
00:32:31: also
00:32:32: Das ist so eine Bürgerberatung, oder die ihr da auch habt.
00:32:35: Kann man das so nennen?
00:32:36: Also so eine Beratung eigentlich für die Gesellschaft, wo man relativ niederschwellig anrufen kann und dann schaut wie es weitergeht.
00:32:44: Genau, dann schauen wir eben was wir anbieten können ja ...
00:32:48: Und dann beim Ersteinsatz überlegt sie dann, wie oft er kommt oder macht er das mit den Patienten aus?
00:32:54: Genau also... Wir besprechen das einfach ganz individuell eigentlich auch Auch wie es gewünscht ist.
00:33:01: Am Anfang ist das oft unangenehm, wenn dann jede Woche jemand nach Hause kommt und da gehen wir natürlich auch drauf ein und kommen dann halt noch alle paar Wochen.
00:33:11: Der telefoniert ja einmal die Woche mit den Menschen oder so?
00:33:14: Genau.
00:33:16: Gibt's eigentlich auch ambulante spirituelle Betreuung?
00:33:22: Na ja, wie gesagt, Zählsorge haben wir.
00:33:24: Aber was meinst du?
00:33:25: Habt
00:33:26: ihr auch ... Ja genau ich wollte jetzt explizit halt den Überbegriff Spiritualität sagen weil ich sage nicht jeder hat jetzt eine Glaubensrichtung.
00:33:33: Ich weiß dass das mobile Team des buddhistischen Hospices auch eine buddhistische
00:33:41: Spirital
00:33:41: Care anbietet und wollte einfach fragen wie ihr damit umgeht.
00:33:45: wenn jetzt jemand zu Hause sagt Zählsorge zu Hause oder eine spirituelle Betreuung, wie auch immer die Menschen das ausdrücken ob das eben möglich ist.
00:33:58: In unterschiedlichen Religionen dann?
00:34:00: Oder ist es bei euch eher katholisch?
00:34:05: Vielleicht kommen wir jetzt zur allgemeineren Frage schon.
00:34:12: Noch mal dass du sagst vielleicht was für dich palliativkeer bedeutet.
00:34:20: Gute Frage!
00:34:23: Ja, eben Betreuung eigentlich des ganzen Umfeldes in der letzten Lebensphase.
00:34:30: Also nicht nur so auf den Patienten, auf die Patientin konzentriert sondern auch auf das ganze Umfeld.
00:34:37: Pelletivkehr ist mehr sagt Gudrun Kreijer, die derzeitige Präsidentin der Besteuerschen Pellettivgesellschaft finde ich ein ganz schönes Motto weil da so viel drinnen steckt
00:34:46: und was sich auch immer wieder faszinierend findet wieviel eigentlich dann in der Palä-tiefmedizin noch einfach möglich ist, eben diese engmaschige Betreuung und die Zeit, die man hat.
00:34:58: Also das ist echt was Schönes ja!
00:35:01: Und was machst du zur Selbstfürsorge?
00:35:04: Passt du da was für dich gefunden?
00:35:07: Die Selbstfüßage... also ich kann das eigentlich sehr gut wenn das Handy abgedreht ist, also das Diensthände, dass sich dann auch meinen Kopf abdrehe.
00:35:17: Genau und meine Kleine Tochter lässt zum Glück wenig Zeit, um zu grübeln.
00:35:23: Wie alt ist deine Tochter?
00:35:25: Drei!
00:35:26: Ja das ist ein alter, im Serien und sehr oft herabhalten.
00:35:30: Was bedeutet für dich Lebensqualität?
00:35:36: Lebensqualität bedeutet eigentlich sein Leben so leben und gestalten zu können wie man möchte oder ganz konkret kleine Dinge wenn ich einfach ...mobil bin und einfach aus meinem Haus gehen kann, spazieren gehen kann.
00:35:55: Und mich einfach erfreuern dem was um mich herum ist.
00:36:02: Dann wir schon zu unserem Fragebogen kommen.
00:36:05: Gerne!
00:36:05: Eine Frage habe ich noch weil wir das eigentlich fast immer fragen.
00:36:10: die Lea ist die Strukturiertere von uns beiden.
00:36:13: Wie möchtest du selbst gerne sterben?
00:36:21: Wahrscheinlich so wie mein Großvater einfach Zuhause aufstehen, seinen Tag ganz normal beginnen und dann ... im eigenen Haus tot umfallen.
00:36:31: Schön!
00:36:33: Das ist schon eine Frage auch in Brustchen-Fragebogen.
00:36:36: das
00:36:37: ist
00:36:38: ein Gesellschaftsspiel im neunzehnten Jahrhundert gewesen.
00:36:41: Und wir fragen da immer ein paar Fragen weil es eben.
00:36:44: ich finde es immer spannend dass auch die Sterbefrage quasi Teil dieses Fragebogen sind.
00:36:50: Wir picken da immer mal ein paar ... Fragen raus vielleicht Was ist deine Lieblingsbeschäftigung?
00:36:59: Ich glaube, spazieren gehen und trainieren.
00:37:06: Einfach auch den Körper mal ein bisschen zu spüren.
00:37:11: Welchen Fehler entschuldigst du am ehesten?
00:37:15: Wir fallen nur ein, welcher eigentlich gar nicht entschuldige.
00:37:19: Ja dann sag uns die, ist auch okay.
00:37:21: Unpünktlichkeit fällt mir da konkret ein oder Unverlässlichkeit und ich glaube ich kann tatsächlich ganz gut entschuligen wenn man im Moment so Not lügen hat.
00:37:35: das kann ich ganz gut Entschuldigen.
00:37:41: Wer ist deine Lieblingsautorin?
00:37:46: Hast du dabei?
00:37:47: Ich kann nur sagen, was ich immer zum Einschlafen höre auf Dauerschleife sind die Harry Potter Bücher und mehr lese ich derzeit nicht.
00:37:56: Das kann ich total nachvollziehen!
00:37:59: Da muss ich jetzt sagen weil es mir dazu einfällt die Geschichte dass der Mann, mir fällt jetzt der Name nicht ein der ganzen Harry Potter-Bücher Liest, also der das Hörbuch gemacht hat.
00:38:12: Das englische Hörbuch.
00:38:14: Ah ja klar, dass du das weißt!
00:38:17: Thank you.
00:38:18: Der hat nicht sagen können Harry pocketed it und er hat sich immer versprochen.
00:38:27: Und dann hat sie kontaktiert die J.K.
00:38:29: Rowling und hat sie gefragt ob er nicht einfach sagen kann Harry putted in his pocket und sie hat gesagt, no.
00:38:37: Und das ist so lustig wie er davon erzählt, wie es sich sehr schwer getan hat mit diesem Harry-Pocketed.
00:38:43: Nein, ist einfach unglaublich dass ein Mensch so einen Universum erschaffen kann muss man schon sagen.
00:38:48: Cool!
00:38:51: Hast du eine Lieblingsblume?
00:38:55: Ja, Schneeglückchen.
00:38:58: Schön
00:38:59: weil die den Frühlingsbeginn einläuten.
00:39:04: Und hast du so ein Lebensmotto oder ein Lieblingsmotto?
00:39:10: Ich glaube tatsächlich nicht, am ersten Aufstehenkrone richten weitergehen.
00:39:16: Ja
00:39:17: sehr schön!
00:39:19: Sehr gut.
00:39:23: Dann
00:39:24: zusammenfassen?
00:39:26: Das wäre glaube ich gut wenn du uns aus deiner Perspektive sagst das würde mich persönlich wirklich freuen Du von uns als Spitalsärztinnen erwarten würdest in Bezug auf eine gute Zusammenarbeit?
00:39:47: Ja, vielleicht auch bei herausfordernden Fällen.
00:39:55: Vielleicht auch persönlicher Übergaben aber ihr wisst ja am Anfang nicht wer zuständig sein wird.
00:40:01: oder können wir dann auch anrufen und... Ich würde natürlich sagen immer gut voll betten, aber das seid ihr natürlich auch stark eingeschränkt.
00:40:14: Aber das merken wir schon oft wenn man zu Hause in Not ist es wirklich schwierig oft.
00:40:21: Man will ja auch dass die Leute an einen Ort kommen, an dem möglichst viel Expertise da ist.
00:40:27: Genau.
00:40:28: Super!
00:40:29: Dankeschön und zusammenfassend leer du bist die perfekte Zusammenfasserin.
00:40:34: Ich würde jetzt einfach zu den Wünschen kommen, weil die Betten sind auch ein Wunsch von uns.
00:40:38: Das Palliativ-Schloss hast du einen anderen Wunsh an die Palliative Care Welt oder als Palliotive Care Universum?
00:40:46: Dass sie noch mehr wachsen darf und vielleicht auch ein bisschen selbstbewusster wird.
00:40:53: Palliate Pride!
00:40:56: Sehr schön.
00:40:57: Vielen Dank dass du bei uns warst.
00:41:00: Sehr gerne danke, dass ich da sein durfte.
00:41:02: Wir
00:41:02: haben das wirklich sehr genossen, es war echt eine große Vertrautheit gleich zu spielen wie Eva schon gesagt hat.
00:41:08: Danke schön!
00:41:09: Vielen Dank!
00:41:10: Sehr gerne!
00:41:12: Vielen dank auch fürs Zuhören.
00:41:13: wir freuen uns immer wie immer über Nachrichtenfragen.
00:41:18: Anregungen schreibt uns gerne unter hochpolliativ at meduniwin.ac.at und folgt uns auch gerne auf Instagram unter hoch polliatif.
00:41:28: danke
00:41:29: tschüss baba.
Neuer Kommentar