Folge 65 - Regisseurin Maria Arlamovsky
Shownotes
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🎵 Intro-/Outro-Musik: That’s The Way, StreamBeats by Harris Heller
💐 Das Projekt „Hochpalliativ“ wird ermöglicht durch die ehrenamtliche Mitarbeit von DI Lukas Naske (Technik, Schnitt und Produktion) sowie durch die Förderung des Theodor Körner Fonds (Lea Kum als Preisträgerin des Theodor Körner Förderpreises 2023 für „Hochpalliativ - Entwicklung und Analyse eines deutschsprachigen Palliative Care Podcasts“). Vielen Dank!
Transkript anzeigen
00:00:00: Und man merkt, wie es nicht leicht ist für alle.
00:00:06: Gleichzeitig habe ich das Gefühl versuchen, alle einander zu tragen und füreinander da zu sein irgendwie.
00:00:15: Diese langen Pausen, die dazwischen entstehen ... Die genießen sich auf eine gewisse Art und Weise, weil was soll man schon sagen?
00:00:34: Hallo und herzlich willkommen zu Hochpaliativ, dem Podcast durch die Höhen- und Tiefen der Palliativkehr in Österreich.
00:00:39: Ich bin Eva, Professorin für Palliative Medizin und neben mir sitzt Lea, palliativmedizinerinnen in Ausbildungen.
00:00:45: Hallo Lea!
00:00:46: Hallo Eva – wir befinden uns an unterschiedlichen Punkten unserer Karriere aber beteiligen eine Leidenschaft mit so vielen Menschen wie möglich im Palliotivkehr zu sprechen
00:00:57: Und das machen wir heute mit Maria Alamoski, die bei uns zu Gast ist.
00:01:03: Wir sind heute also nicht nur zu zweit, sondern zu dritt und freuen uns sehr, dich bei uns begrüßen zu dürfen, liebe Maria.
00:01:11: Danke für die Einladung!
00:01:12: Auf deiner Website steht zu lesen, seit adhesiveinundneunzig dreht Maria Arlamowski Dokumentarfilme, die sich mit dem einwirken gesellschaftlicher Machtverhältnisse auf Frauenkörper beschäftigen.
00:01:25: Deine Arbeiten sind im Kino, im Fernsehen und weltweit auf internationalen Dokumentarfilmfestivals gezeigt worden Und du hast Filmprogramme organisiert und an unterschiedlichsten Orten vorgetragen.
00:01:38: Du hast in Paris Kleinplastik, und in Österreich Filmen- und interkulturelle Kompetenz studiert... ...und du hast vier Kinder, und du lebst im Wien!
00:01:47: Aber jetzt wollen wir von dir hören was du zu dir zu sagen hast.
00:01:51: Stell dich gerne einfach mal kurz vor.
00:01:53: Puh!
00:01:54: Jetzt habt ihr schon so viel gesagt?
00:01:55: Was hab ich noch zu mir zu sagen also...?
00:02:02: Das ist jetzt schwierig.
00:02:04: Also, ja ich lebe in Wien habe inzwischen auch schon zwar Enkelkinder oder Popokinder und hab einfach so... eigentlich wollte ich gar nicht beim Film landen aber bin dann irgendwie zufällig beim Film gelandet.
00:02:20: Eigentlich wollte ich wirklich Skulptur machen und hab das wahnsinnig gerne gemacht und inzwischen denke ich dass Filmskulptur sehr ähnlich ist weil man im Schnitt ist.
00:02:29: Es ist so ähnlich, dass du das Gefühl hast.
00:02:32: Da hast du jetzt zu viel Material und irgendwie musst da jetzt ein Film draus werden... ...und dann schneidest du die Sachen zusammen und irgendwann hast du dann ein fertiges Gebilde.
00:02:40: Aber gut, das betrifft euch jetzt nicht so sehr aber das habe ich mir nur letztens gerade überlegt.
00:02:45: deswegen ist mir das so jetzt akut im Vordergrund Und eigentlich ist es so, dass diese Themen, die mich beschäftigen, die beschäftigen mich dann auch in meiner Arbeit und deswegen finde ich es ein großes Privileg, dass sich alle paar Jahre in irgendeinem Thema eintauchen kann.
00:03:01: Das finde ich wirklich sehr schön, weil ich mich so intensiv mit Sachen auseinandersetzen kann und dann ist es zum Glück aber auch irgendwann mal wieder vorbei und dann gibt es ein neues großes Thema, mit dem ich mich sehr intensiv
00:03:13: beschäftige.".
00:03:16: Das heißt du wolltest nicht schon als Kind Regisseurin werden?
00:03:20: Nein!
00:03:20: Ich wollte nicht als Kind schon Regisseuren werden, aber ich wollte ja als Kind Künstlerin werden
00:03:26: In der Volksschule schon.
00:03:28: Ich bin mir das sehr verkannt vorgekommen worden in der Volkschule und ja, wahrscheinlich wollte ich das damals schon werden.
00:03:37: Also ich habe zur Matura schon einen Film gemacht obwohl ich gar nicht gedacht hab dass ich ... also war überhaupt nicht so in meinem Fokus im Alter.
00:03:47: Ja und du bist ja heute eigentlich so der erste Promi in unserem Podcast.
00:03:52: Sonst haben wir immer nur Menschen, die im Palliativbereich arbeiten eingeladen und du warst ja auch der Grund warum du jetzt bei uns bist?
00:04:01: Du warst dir eigentlich vor ein paar Jahren quasi Teil unserer Teams.
00:04:05: zumindest hat sich für mich so angefühlt.
00:04:08: Wir habt ja du und deine zwei Kollegen waren jahre Woche Monate Jahre bei uns.
00:04:17: Es waren insgesamt Jahre glaube ich auch.
00:04:20: Wir sind immer wieder gekommen.
00:04:22: Das hat sich übrigens für uns auch sehr familiär und schön angefühlt.
00:04:26: Und da ist ein wunderbarer Dokumentarfilm entstanden, der heißt sich langsam nähern... ...und wir durften den vor ein paar Wochen als Vorprämiere schon sehen.
00:04:39: In wiener Stadtkino?
00:04:40: In Wiener Stadt Kino!
00:04:41: Jetzt sind wir neugierig und haben einige Fragen mitgebracht.
00:04:48: Wie kam es...?
00:04:49: So eine Idee dieses Films.
00:04:51: Das ist immer vielschichtig, das ist nicht so ganz simpel zu erklären.
00:04:55: Da gibt es immer viele Ideen aber... Unter anderem war ein, also es gab mehrere Auslöser sicherlich.
00:05:02: Ein Auslöser für mich war dass jemand den wir sehr gut gekannt haben in der Covid-Zeit irgendwie in der ersten Woche wo das in Österreich ganz akut war von eins auf zwei tot und im Spital ins Spital geschickt wurde und niemand von der Familie konnte sich verabschieden.
00:05:19: Also diese Person ist wirklich nur in eine Zimmer geschoben worden und mehr oder weniger betreut und gestorben und das hat mich wahnsinnig schockiert.
00:05:30: diese unsagbare Unmöglichkeit der Verwandten und Freunde, sich verabschieden zu können.
00:05:36: Diese akute... Das war ja ein Wahnsinn die Covid-Zeit am Anfang!
00:05:41: Okay also das hat mich sehr schockiert und abgesehen davon finde ich arbeite ich immer wahnsinnig gerne muss ich sagen zu Tabuthemen und der Tod ist ja unter anderem etwas womit man sich möglichst nicht beschäftigen will.
00:05:57: Da geht mir lieber shoppen oder sonst
00:05:59: was.
00:06:00: Und das betrifft uns aber alle und es kommt mir immer vor, als ob Gesellschaft sich da etwas wegnimmt wenn sie Tabuthemen explodiert irgendwie.
00:06:11: also ich finde das sehr problematisch weil dass in der Kommunikation mit Mitmenschen einfach schwierig ist wenn wir unsere größten Ängste nicht beachten.
00:06:20: eigentlich könnte man sagen und dann habe ich mich auch noch scheiden lassen Und dann habe ich gedacht, oh Gott jetzt muss ich das aber alleine irgendwann mal hinkriegen und das war schon auch ein Auslöser.
00:06:32: Weil das habe ich so heftig gefunden in diesem Gedanken.
00:06:34: man stellt sich mal so schön vor da ist man dann mit seinen Liebsten am lieben Ende und da sind wir uns so gut betreut und so... ...und dann hab' ich gedacht okay aber ich muss mich dem jetzt auch alleine stellen können.
00:06:44: also dass Ist ja sehr persönlich, aber das war sicher auch einer der Bewegkunde.
00:06:49: Wo ich mir gedacht habe, ich muss mich wirklich intensiv damit auseinandersetzen und dann ist mir bei der Recherche sehr schnell aufgefallen dass es diese unheimliche Sprachlosigkeit gibt von Menschen miteinander über das Lebensende unter... Ja!
00:07:08: Und das ist immer ein Grund für mich, Filme zu machen um Diskussionen anzuregen, um irgendwie zu versuchen etwas ins Rollen zu bringen was wir dringend brauchen nämlich die Auseinandersetzung damit.
00:07:20: Mir fällt dazu gleich die Szene aus dem Film ein Die Anfangsszene.
00:07:27: also du wirst dann sicher noch über den Film und die Dreharbeiten sprechen aber weil es so gut dazu passt wo du die Menschen sozusagen bittest sich die eigene sterbe Szene das eigene Sterben vorzustellen Und dann sprechen diese Menschen darüber ein Teil, was halt sehr abstrakt ist auf die Art wenn.
00:07:46: Und danach kommt so einen Moment des Lachens.
00:07:50: und dass diese Emotionen in diesem Film so nah beieinander sind.
00:07:54: das ist auch das was wir oft in unserer Arbeit oder in unserem Alltag erleben Dass da so viel Parallel stattfindet also Trauer Abschied Liebe Beziehung Erinnerung usw.
00:08:06: Diese Einstiegsszene die fand ich so repräsentativ, dass ich mich frag wie ist das für jemanden der von dem Thema wenig Ahnung hat oder sich noch nie damit auseinandergesetzt hat?
00:08:20: Das sind vielleicht ganz andere Assoziationen da.
00:08:24: Also ich dachte als Einstieg für den Film funktioniert das gut weil du sitzt ja dann im Kino und du wirst ja irgendwie auch indirekt mitgefragt haben sie sich schon mal vorgestellt wie sie sterben wollen.
00:08:35: Und dann habe ich mir gedacht das ist eigentlich lustig so zu beginnen also halblustig.
00:08:42: Aber das Schöne war aber dieser Szene irgendwie, dass die Leute so sehr plastisch davon gesprochen haben.
00:08:50: Da wurden Vögel erwähnt, Gerücher erwähnten – alle Sinne irgendwie sind erwähmt worden, die angesprochen gehören.
00:08:58: und das habe ich so bezeichnend gefunden, dass man sich ein volles Leben vorstellt wenn man stirbt Und de facto ist man aber dann in klimatisierten Räumen, also um die Geräuschlage ist eine ganz andere oder die Geruchslage ist eine ganze andere.
00:09:14: Also diesen Unterschied wie was man sich so fantasiert?
00:09:19: Aber ich habe jetzt glaube ich deine Frage Null beantworten, zeig noch mal!
00:09:22: Nein das war gar keine Frage.
00:09:24: es waren nur meinen Einstieg in diesen Filmen.
00:09:26: wir waren ja sehr aufgeregt.
00:09:27: Ich glaube wir waren alle aufgeregter.
00:09:28: Wir wussten ja nicht, dass ich hatte den Film bis zur Premiere nicht gesehen ... wann man selber kommt, ich muss mir noch mal anschauen.
00:09:35: Ich war die ganze Zeit in Anspannung!
00:09:38: Wann ich selber komme und konnte mich gar nicht so gut konzentrieren?
00:09:42: Aber das war etwas, wo ich mir gedacht habe, ich fand es so schön, dass du gerade den Humor schon am Anfang hineingebracht hast.
00:09:49: Weil wir werden ja oft gefragt und vielleicht wurdest du das auch gefragt als du dem Film gemacht hast, warum tust du das an oder warum machst du das... Was ist da die Geschichte hinter, wie du auch erwähnt hast?
00:10:00: Auch ein persönlicher Abschied in einer anderen Art.
00:10:03: Ein Lebenszyklus der endet mit der Scheidung und das hat mir so gut gefallen dass ich mich dann richtig gefreut habe bis weiter geht weil ich finde schon dass diese ganzen sterbefilme noch wahnsinnig nerven können.
00:10:19: Ich weiß nicht wie du das siehst oder was dir damit gegangen ist in der Recherche.
00:10:24: manchmal ist es sehr pathetisch.
00:10:27: Du hast ja den Anspruch gehabt, also interpretiere ich jetzt.
00:10:32: Dass du die Realität auch abbilden möchtest?
00:10:37: Sicher!
00:10:38: Klar, ich mache eintradik-Dokumentarfilme irgendwie aber natürlich gestaltet man noch mit und ich habe vor allem weil du das Lachen nochmal angesprochen hast... Man merkt so richtig, man geht in diesen Film mit einer gewissen Spannung hinein.
00:10:51: Egal ob die zwei oder dreimal wahrscheinlich beim dritten Mal nicht mehr.
00:10:54: Aber du gehst mit einer Spannungen hinein weil das Thema etwas ist wo sich der Körper schon alleine leicht verkrampft.
00:11:00: und durch dieses Lachen in dieser Szene dann merkst du so richtig okay puh alle lachen weil es irgendwie komisch ist sich das vorzustellen und dann entspannt man sich aber auch über das Lachen oder?
00:11:12: letztendlich ist es eine körperliche Release Funktion irgendwie auch und das glaube ich ist wichtig.
00:11:18: Und ich habe halt versucht den Film so zu machen, dass es nicht zu wild wird für die die zu sehen sondern dass man sich langsam langsam an die Schwere des Themas irgendwie herantastet weil ich ihn ja eigentlich für Leute gemacht hab die irgendwie sozusagen gerade in diesem Moment sind wo sie Hilfe brauchen, weil sie sich oder ihre Angehörigen sich, also wenn Sie jemanden begleiten, der sich in sowas hineinbegibt.
00:11:42: Oder weil sie selber dahinein wissen dass sie da hineinkommen.
00:11:45: und wenn man das alles schon mal gesehen und gehört hat ist halt alles viel leichter.
00:11:49: Ich muss immer daran denken, als mein Vater hat der MS war oft in der Intensivstation.
00:11:58: also als ich mit siebzehn oder was zum ersten mal in der Intensivstation war.
00:12:02: Ich meine, ich war so überfordert weil das Setting einfach für jemanden, der da noch nie drinnen war ein Wahnsinn ist!
00:12:08: Für euch ist das alles Alltag.
00:12:09: ihr setzt euer Nervensystem ist da schon unten.
00:12:13: aber wenn du das alles nicht kennst dann bist du überforderd von dem Setting.
00:12:18: irgendwie eben gerade die Geräusche und so ja?
00:12:20: Oder wie es tickt dort tickt was dort stöhnt was... Also ist es gruselig irgendwie Und alles, was du schon mal gesehen hast, dann kannst du leichter da wieder reingehen irgendwie.
00:12:31: Dafür habe ich eigentlich diesen Film gemacht, dass es wirklich helfen sollte sich an diese Sachen zu gewöhnen ein bisschen.
00:12:40: Du hast ja nicht nur bei uns auf der klinischen Abteilung für Palativen mitziehen am AKH Wien gedreht sondern auch das mobile Palativ oder mobile Hospizbetreuungen mit gefilmt.
00:12:52: Das war auch finde ich immer sehr gut.
00:12:55: Abwechslung und man kriegt dann so die unterschiedlichen Einblicke in unterschiedlichen Bereichen.
00:13:02: Also zumindest war das für mich die einzigen zwei Optionen, weil man sich palliativ anschaut sind dass im Moment die zwei Optione, die ich gewusst habe sozusagen in Wahrheit oder?
00:13:14: Hospiz natürlich ist auch eine Option.
00:13:17: Palliativstationen sind natürlich ins Krankenhaus integriert.
00:13:20: Hospiz Betten sind teilweise in Pflegeheime integriert, also da ist das System in Österreich aufgrund des Föderalismus ja sehr unterschiedlich geregelt.
00:13:29: Es gibt eigene Hospice, es gibt Hospizbetten und Paliativbetten.
00:13:33: Ich glaube die Gesellschaft kennt sich gar nicht aus was der Unterschied ist.
00:13:36: Also eine Paliatifstation ist natürlich ein Ort wo das Ziel wäre eigentlich nochmal wieder nach Hause zu gehen.
00:13:42: Da schauen wir auch immer in ganz verwunderte Gesichter wenn wir das sagen sollten keine Sterbestationen sein Und Hospice sind tatsächlich für die letzten Lebensmonate gedacht.
00:13:52: Also von einem Hospiz geht man ziemlich sicher nicht mehr nach Hause und ich fand es aber sehr schön, dass du dieses mobile Team gefilmt hast weil man in die Intimität der Leute in deren Wohnungen
00:14:04: auch
00:14:05: eingetaucht ist.
00:14:06: als Zuschauerin und das ist natürlich ganz was anderes wenn du siehst was haben die da zuhause herumstehen?
00:14:12: Was haben die verbettecken wie leben die?
00:14:15: dann hast du automatisch einen Eindruck von diesem Menschen, den du sonst nie gewinnen kannst.
00:14:20: Bei uns sind die einfach in Bechama, also im Nachthemd und haben dieses Bändchen sofort und liegen meistens im Bett.
00:14:27: wir sehen sie nicht in Bewegung, wir sehen sich nicht gestikulierend.
00:14:30: da geht so viel verloren und in deinem Film fand ich so schön dass ich selber Sachen gesehen habe, die ich noch nie gesehen hab zum Beispiel wie diese Handflaschen in dieser Spülmaschine gegeben wurden.
00:14:40: Ich habe das noch nie in meinem Leben gesehen und ich habe mir gedacht jetzt arbeite ich da seit Die Pflege wird sich denken, die beschert sind.
00:14:48: Keine Ahnung!
00:14:52: Das hat mich total fasziniert wie das da in dieses Ding so eingespannt wurde und dann so zugegangen ist.
00:14:58: Dank deinem Film haben wir auch was dazu gelernt.
00:15:02: Gibt es für dich eine?
00:15:03: darf man sowas überhaupt fragen?
00:15:04: Eine Lieblingsszene
00:15:07: Wahrscheinlich ist meine Lieblungs Szene die am Bett von der Frau Schrevel wo die jungen Studentinnen Und die Doktor Franzi sage ich immer, wenn ich das sagen darf.
00:15:18: Da neben sie jetzt und man merkt wie es nicht leicht ist für alle.
00:15:25: Und gleichzeitig habe ich das Gefühl versuchen, alle einander zu tragen und füreinander da zu sein irgendwie.
00:15:35: Und diese langen Pausen, die dazwischen entstehen, also die gibt mich auf eine gewisse Art und Weise weil was soll man schon sagen?
00:15:43: Die
00:15:43: Franzi sagt, sie ist die Pausenqueen.
00:15:46: Hat sie nach dem Film gesagt?
00:15:50: Aber das ist eine Leistung, nämlich ... Diese Pause halten zu können, ist ja eigentlich die Leistung irgendwie.
00:15:59: Das
00:15:59: kommt immer noch etwas.
00:16:01: Das ist es erstaunlich!
00:16:02: Das habe ich auch zu den Studierenden gesagt.
00:16:04: Am Anfang hat mich das so gestresst und jetzt freue ich mich darauf was nach dieser Pause kommt.
00:16:10: gibt auch den Satz, Silence ist sexy.
00:16:13: Also das ist glaube ich ein Lied von Element of Crime.
00:16:17: Alles muss heute sexy sein!
00:16:19: Ja,
00:16:20: stimmt.
00:16:21: Aber ja... Ich denke dass es meine Lieblingsszenen sind aber zum Beispiel auch ist meine Lieblingsszene wie dieser Apfel geschnitten wird ganz am Anfang.
00:16:29: Das ist so etwas eine Beobachtung die wahrscheinlich jeder auslassen würde.
00:16:33: Aber das sind so Sachen, kleine Momente die mich so berühren weil Diese Person, die den Apfel schneidet und den Apfel dann ans Bett trinkt.
00:16:42: Das ist eine Fürsorge!
00:16:44: Da wird für diese Person, der kein Gmbed liegt etwas gemacht mit Liebe irgendwie oder mit Hingabe?
00:16:50: Oder ich weiß nicht, vielleicht muss man die Begriffe nicht so hochschrauben... Aber das ist berührend dass jemand an Apfel gereicht wird und aufgeschnitten.
00:17:00: Mich hat das extrem gehört, weil ich mir den Kindern da einen Apfel aufgeschnittet
00:17:04: habe.
00:17:04: Das ist eine kleine Geste!
00:17:06: Die kleinen Dinge werden groß ... Und die großen Dinge werden klein.
00:17:11: Was wir oft erleben, ist auch dieser Wunsch nach Eis am Lebensende.
00:17:16: Manchmal sind's Eislutscher, manchmal ist es halt meistens so Wasser-Eis.
00:17:21: Da sind die Leute unglaublich glücklich.
00:17:22: Jetzt haben wir schon Vorräte angeschafft von Eis.
00:17:26: Bei uns auf der Station.
00:17:27: Das mit dem Apfel fand ich auch sehr schön, weil da natürlich auch eine unglaubliche Symbolik dahinter steckt oder?
00:17:32: Mhm.
00:17:33: Ja.
00:17:34: Dass wir Eis machen haben wir auch gedreht aber dann hatten wir niemanden gefilmt, der das Eis lutscht.
00:17:39: deswegen konnte ich das Eis nicht einbauen.
00:17:42: Deswegen ist es... Nein am Fall.
00:17:44: ja, ich finde auch ein Apfel ist ein guter Symbol.
00:17:47: Es muss ja so unglaublich viel Material entstanden sein.
00:17:51: Also war's ja wirklich so lange und hab zu viele unterschiedliche.
00:17:56: Das ist so traurig.
00:17:57: Was passiert eigentlich damit?
00:17:59: Es wird einfach archiviert.
00:18:01: Normalerweise, ganz oft bei meinen Filmen schneide ich dann noch eine zweite Film aus dem Restmodell.
00:18:07: aber in diesem Fall zum Beispiel ganz am Schluss diese Szene mit dem Death Dinner am Schluss wo die alle am Tisch sitzen.
00:18:16: da hätte ich einen eigenen Kurzfilm draus schneiden können.
00:18:18: das war so eine wunderschöne Sache.
00:18:21: Aber irgendwie zur Dramaturgie, das Film ist so wer jetzt es hat.
00:18:24: Das hat einfach nicht mehr gepasst.
00:18:26: aber diese pointierte Schluss war irgendwie das wichtigste und deswegen ist es halt immer dieser ewige Jammer dass man so viel wegnehmen und weglassen muss vom Material.
00:18:36: Das ist ein sehr trauriger Prozess.
00:18:40: Das verlangt halt eine Filmdramatur.
00:18:42: Du musst einen roten Faden haben, du musst reduzieren und das ist für euch wahrscheinlich viel schwieriger als für mich weil ihr müsst euch dann anschauen wie ich euch gekürzt habe was ja eigentlich brutal ist Und da gibt es sicher einige Szenen, wo man sich dann denkt Gott warum hat sie den Nebensatz rausgeschnitten?
00:19:01: oder ich weiß nicht was ja.
00:19:03: Oder warum hat Sie gerade das genommen, wo ich keinen Handschuh an habe?
00:19:06: Also beim Schleinhandeln
00:19:07: hab ich mir gedacht
00:19:08: Gott hoffentlich schaut sich jetzt nicht alle was hier unter Anführungszeichen für unkorrektere Sachen.
00:19:14: Uns
00:19:14: ist das ja eh egal.
00:19:15: aber die Hygiene.
00:19:16: Ja
00:19:19: hey!
00:19:21: Aber das ist viel Material und am Schluss ist es ein kurzer Film.
00:19:24: Also ich hab sicher zehnmal so viel Material, wie die Filmlänge ist.
00:19:28: Du hast dich entschieden den Film in Kapitel einzuteilen?
00:19:31: Wie bist du dazu gekommen?
00:19:33: Es waren sieben Kapitel... Ja!
00:19:35: ...wie bist du dazugekommen?
00:19:37: Also das war auch eine Idee von mir, dass um die Leute behutsam durch den Film zu führen, dachte ich wenn ich Kapiteln mache dann merken Sie nach dem dritten Mal so ungefähr okay ein Kapitel hat ungefähr diese Länge, das halte ich aus bis zum nächsten Kapitel.
00:19:55: Also es wird nicht schlimmer, ich mach's nicht noch emotionaler oder so weil meistens hat man ja Angst dass zu sehr auf die Trillenthose gedrückt wird oder das ist super tätisch ist wie du vorhin gesagt hast und das versuche ich irgendwie einfach zu verhindern irgendwie Und die Kapitel waren für mich auch wichtig glaube ich Weil ich gemerkt habe über den Laufe der Jahre Dass es so ein paar Wörter gab So eben wie die Wesner zu mir gesagt haben auf einer Palliativ lernt man die Entschleunigung, dass das ein wichtiges Wort ist.
00:20:29: Das ist ein Wort mit dem ich sonst irgendwie jetzt nicht so viel anzufangen wusste.
00:20:33: aber hier bei euch habe ich gemerkt okay das ist entscheidend und das ist ein ganz ganz wichtiges wort und deswegen wollte ich das auch nochmal.
00:20:41: irgendwie.
00:20:41: diese unterschiedlichen Kapitelwörter waren einfach ganz wichtige Wörter für mich, die ich mir mitgenommen hab selber auch irgendwie oder die ich jedem anderen auch mitgeben würde.
00:20:51: Und ich hab noch eine neue Frage.
00:20:55: Bei der Vorprämiere hast du dann im ... nach dem Film gesagt, ihr habt jetzt auch ein Budget für psychologische Betreuung für euch und ihr habt das aber nicht gebraucht?
00:21:06: Nein!
00:21:07: Ich habe eben beim Kalkulieren, also das ist ja seit Langem wieder ein Film gewesen, den ich selber produziert
00:21:12: hab."
00:21:13: und wirklich ein winziges Budget im Vergleich zu den Filmen, die ich sonst hatte.
00:21:17: Und ich habe aber gedacht irgendwie bei so einem Augenthema... Ich bin eine alte Frau, aber die Jungs oder Mädels mit denen ich arbeite, das sind wirklich junge Menschen.
00:21:25: Irgendwie möchte ja nicht total von uns sichern oder ich möchte nicht überweißen was wir erleben werden.
00:21:31: Ich möchte dass wir alle betreut sind.
00:21:34: Dadurch, dass wir aber so lange und langsam gearbeitet haben, glaube ich war es kleine Bissen, die wir gut verkraftet haben.
00:21:43: Wir haben nachher immer sehr viel miteinander geredet und dann haben sie gesagt, eigentlich passt es eh.
00:21:49: Wahrscheinlich ist das bei euch auf der Station so ähnlich, dass man hauptsächlich miteinander redet
00:21:54: und dass
00:21:54: das viel Drucker schon wegnimmt.
00:21:57: Das habe ich mir auch gleich gedacht quasi.
00:21:58: Es ist immer davor die Angst immer so groß vom Patientenen weil es immer dvor ist die Risiko danach.
00:22:04: wenn man sich mal darauf einlässt Merkt man, es ist gar nicht so schlimm wie sich davor anfühlt.
00:22:10: Aber ich glaube wirklich dass da der Vorteil ist wenn man langsam langsam immer wieder mal kommt oder?
00:22:16: Also deswegen auch der Titel Wenn diese Annäherung langsam ist dann hat man halt viel mehr Chance das zu verdauen.
00:22:22: Dann wird man nicht drückt von allem sondern hat kleine Bissen die man irgendwie kaum muss.
00:22:29: Und du hattest doch immer die Wolken und die Vögel die geflogen sind und immer wieder diesen Blick an das, was darüber hinausgeht.
00:22:40: Also da hat sicher jeder auch andere Assoziationen ... Wir wissen ja alle dass diese Wolkenmetapher eine schlechte ist also für Kinder.
00:22:47: Was die Oma sitzt auf der Wolke oder der Opa sitzt auf einer Wolke und beobachtet dich?
00:22:52: Weil die Kinder dann wenn sie in die Pubertät kommen sich denken ich will jetzt nicht als Oma oder Opa mich beobachten und solche Dinge manchmal glauben Sie können dahin aufklettern.
00:23:03: Aber die Symbolik des Universums und dieses auch aus dem Krankenhaus hinaus zu filmen, das ist für uns ja im AKH Wien.
00:23:12: Auch immer wieder wenn wir da den ganzen Tag eingesogen sind in diesem Bunker.
00:23:17: Wenn wir hinauskommen... Und die Natur sehen und die Wolken und auch diesen Zyklus.
00:23:22: also das fand ich dann sehr schön diese Bilder.
00:23:24: und ganz am Schluss haben sie diese Vögel so richtig verfolgt.
00:23:29: wie habt ihr das eigentlich gemacht?
00:23:32: Sebastian, wenn er so eine Kamera macht.
00:23:34: Der ist einfach ein guter Kameramater und ich habe gesagt wir brauchen Vögel und dann haben wir Vögle gehabt.
00:23:39: Cool!
00:23:40: Aber eben ich glaube dass die... Ich glaube in Situationen wo es eng wird psychologisch gesehen ist eben jede Möglichkeit von Weitem relativiert.
00:23:52: dann wieder.
00:23:54: und ja also ich merke immer nur wenn Wenn ich ins Unendliche schau, dann beruhige ich mich auch wieder.
00:24:01: Und das geht mit den Leuten so.
00:24:03: Ich habe es schon gefunden diesen Spagat zwischen ... Man sieht die Wolken und die Vögel.
00:24:08: Es schaut quasi unter Anführungszeichen idyllisch aus.
00:24:10: Trotzdem hört man diesen ganzen Stadtlärm.
00:24:13: Also es ist eine Pseudedülle irgendwie.
00:24:16: Man fantasiert ja mehr in Wolken hinein als es tatsächlich dann so ... romantisch.
00:24:21: oder jemanden sitzt auf einer Wolke, weil man trotzdem diese Stadt vibriert, der trotzdem unter allem noch weiter geht.
00:24:28: Der Alltag geht auch weiter und das erleben wir manchmal so.
00:24:31: die Banalität des Alltags da wird Gejausener.
00:24:34: Da nimmt jemand vielleicht eine Jause zu sich Währenddessen liegt in einem Krankenzimmer jemandem sterben und so dreht sich das Leben auch gnadenlos weiter.
00:24:46: Das ist für viele Menschen noch eine Kränkung, dass sie sagen mein geliebter Mensch stirbt hier und währenddessen dreht es sich die Welt einfach weiter.
00:24:54: Und ich fand in diesem Film Ich habe so viele Assoziationen empfunden was ich mir gedacht hab das ist ja etwas wo du wirklich nachher Zeit baust, das zu vertauen.
00:25:05: Ich weiß nicht, wie es dir gegangen ist leer aber wir sind ja quasi vom Fach und trotzdem hat es in mir eine Schicht freigelegt die... Wie soll ich sagen?
00:25:15: Mir gar nichts so vertraut weil es hat mich irrsinnig zum Nachdenken angeregt Es hat irrsinig viel ausgelöst.
00:25:22: Das finde ich ist eine ganz große Kunst Und deswegen wollte ich dich erfangen Also die Lehrworte, wie sie ehrgegangen ist und dich Maria wollte ich fragen was du für ein Feedback bekommen hast.
00:25:31: Also ich fand es wunderbar.
00:25:33: Es war echt so auf die eigene Arbeit zu blicken, war echt noch mal schön und hat irgendwie nochmal meine Leidenschaft gestärkt Und auch... also mein Freund war auch mit und mein Bruder und die sind halt beide nicht im Bereich tätig und ich habe das wirklich toll empfunden und waren froh dass sie mit waren und haben das verstehen.
00:25:55: jetzt ein bisschen mehr was wir so tun.
00:26:00: Ich erzähle ja immer davon Aber so weit hab ich's noch nicht geschafft.
00:26:04: Das freut mich, aber ... Ich hab sehr schön gefunden, dass es nach dem Film, nach der Vorbeumjahre ist dann ein Arzt zu mir gekommen und hat gesagt, er ist letzte Woche im Pension gegangen erst palliativ Mediziner und jetzt weiß er was er verloren hat.
00:26:19: Und das habe ich so gewöhnt
00:26:20: irgendwie oder?
00:26:22: Das hab ich so schön gefunden.
00:26:23: nur, dann sieht man auch mit welchem Herz er gearbeitet hat letztendlich, oder?
00:26:28: Und alle die hier arbeitet, ihr habt das Herz für die Sache.
00:26:32: Ihr habt die Kompetenz und diese Freundlichkeit, das wirklich zu tun.
00:26:38: Also ich bin... Ich zieh da durch aber ihr machts das Tag einen Tag aus immer wieder und bringt es immer wieder die Geduld und alles auf was nötig ist um Leute zu begleiten.
00:26:49: also euch muss man das zurückgeben irgendwie!
00:26:53: Und gab's spezielle Hürden?
00:26:57: Oder Dinge, die vielleicht so gelaufen sind in der Produktion im Drehen jetzt auch in der Veröffentlichung.
00:27:06: Weil es ein Piativ-Film oder ein Sterbefilm ist?
00:27:08: Ja... Also schon!
00:27:14: Ich kann mich erinnern ganz am Anfang, als du die Probe-Drehs gemacht haben.
00:27:17: Hat irgendjemand von euch mal bei einem dieser Probe Drehs gesagt?
00:27:21: Ja also bei einer Party braucht man nicht erwähnen wo man arbeitet!
00:27:25: Also das kann ich jetzt nachvollziehen weil zum Beispiel es ist noch nie passiert dass ein Film von mir überhaupt keine Festival eingeladen worden ist.
00:27:33: Das ist mir wirklich noch nie Passiert.
00:27:35: Gut, dann kann man sagen letztes Jahr ist ein vierstündiger Palliativfilm gemacht worden in Deutschland der die Festival Tour gemacht hat und da assistierte Suizid ist besonders aktuell im Moment.
00:27:46: Aber ich glaube einfach oder das merke ich bei allen Veranstaltungen, die es bisher gab dass die Leute dazu zu bringen sich das anzuschauen Einfach eine riesige Hürde ist.
00:27:55: die, die dann drinnen sitzen und das sehen Die kommen dann alle sehr froh raus und sind wahnsinnig talkative Urfil besprechen und das löst irrsinnig viele Linnen aus.
00:28:05: Und sie wirken alle sehr rund irgendwie, aber eben diese Hürde dass sich freiwillig anzuschauen ist riesig.
00:28:16: Ich finde es schon interessant weil der assistierte Suizid und die ganzen Filme zu dem Thema letztlich marginal ist im Vergleich zu dem wie Menschen auf der ganzen Welt versterben.
00:28:27: Und trotzdem ist die Aufmerksamkeit, wenn es dann wieder eine andere Dramaturgie hat.
00:28:34: Eine andere und ich war sehr, sehr froh dass du diesen Film gemacht hast weil ich glaube das ist wirklich etwas was die Gesellschaft immer wieder braucht einen Blick hinter die Kulissen und eine wie soll ich sagen auch eine Realität zu sehen?
00:28:49: Weil man hat Vorstellungen.
00:28:50: jeder von uns hat diese vorstellen.
00:28:52: ich hatte sie auch Ich weiß nicht bis dir gegangenes Lehrbeforder begonnen auf der Palliativstation zu arbeiten.
00:28:57: Deine Mama ist auch Palliative Medizinerin, dadurch warst du vielleicht anders in Berührung?
00:29:02: Aber ich hatte aufworteilig.
00:29:04: Ich hab mir gedacht die sind alle heilig, humorlos... Außerdem negativer eigentlich als Soziationen sind.
00:29:10: sicher nette Menschen aber vielleicht ein bisschen Schmähstadt.
00:29:13: Wie hast Du die Menschen empfunden im Pallitivbereich?
00:29:17: Also ich finde wirklich Ich empfinde das.
00:29:22: Also ich bin immer wieder hier mal im AKH, also ich wohne neben dem AKH quasi und ich merke wenn man wirklich auf die Pelletief auf eure Station geht tickt das AKH einmal anders.
00:29:35: Es ist einfach nicht diese... wie soll ich sagen es ist eine Art von respektvoller Medizin würde ich jetzt mal behaupten.
00:29:42: Es ist nicht ein Drüberfahren, weil man drüber fahren muss.
00:29:45: Weil Akut irgendwas ist, sondern es ist viel respektvoller auf eine gewisse Art und Weise.
00:29:51: Ich weiß nicht genau wie ich das genauer ausdrücken könnte aber... ...ich habe das Gefühl dass das... Ich meine natürlich sobald jemand weiß, ist eine Kamera dabei wieder sich besonders nett verhalten und nicht besonders blöd jetzt irgendwie sich anstellen wollen ja?
00:30:06: Das ist auch logisch.
00:30:07: also ich weiß schon daß ich die besten Zeiten von euch wahrscheinlich gesehen habe, ja?
00:30:11: Kann
00:30:11: sich eh nicht so verstellen.
00:30:12: Also ich finde selbst wenn man jetzt das wollen würde eigentlich gelingt es nicht.
00:30:18: Man ist eh wer man is.
00:30:19: oder hab' ich mir auch bei dem Film gedacht.
00:30:21: also das ist das Schöne auch dass das ja gar nicht geht weil wir sind ja keine Schauspieler.
00:30:26: Ja!
00:30:26: Das ist ganz wichtig.
00:30:29: und trotzdem natürlich wenn du weißt deine Kamera ist da dann natürlich bist du irgendwie dir dessen bewusst auch wenn du's vergisst.
00:30:35: aber du weisst es.
00:30:37: Und trotzdem merkt man, dass jeder mit dem Herz irgendwie dabei ist.
00:30:42: Weil jeder seine Auf... Also ich kann nur von mir sagen, ich habe niemanden erlebt der das nicht irgendwie, der das nur des Geldes wegen oder so gemacht hat.
00:30:52: Ich hab das Gefühl wenn man auf einer Palditiv arbeitet dann macht man das weil man sich dafür entschieden hat.
00:30:59: also, oder?
00:31:00: Und so wie diese eine Szene mit der einen jungen Praktikantin, die sagt nein sie ist eingeteilt worden.
00:31:06: Das fand ich auch sehr lustig!
00:31:07: Und man
00:31:08: merkt so wie sie schluckt und wie dieser Biene schlückt, die mit den Rädern irgendwie... Dann habe ich ihm gedacht ja aber auch das ist Teil dessen.
00:31:16: manchmal landet mal da und wollte das gar nicht und dann ist man wahrscheinlich eine Zeit lang da und dann wahrscheinlich geht man halt wieder beim... Aber also ich glaube wenn man langfristiger für ein Appellativ arbeitet kann man irgendwie mit diesem Thema umgehen Und entwickelt, glaube ich auch jeder von euch entwickelt sich eine eigene Strategie wie man das aushält.
00:31:35: Also bin ich ganz sicher und da gehört sicher Humor und Alltag und Alltagsgespräche und Kollegialität unter euch gehört.
00:31:42: alles dazu ist auch ganz wichtig sicherlich oder?
00:31:47: Ja weil wir wirklich auf engem Raum zusammenarbeiten und wir spüren halt sehr viel.
00:31:51: es kann auch nerven Die Drama-Culture.
00:31:58: Aber auf der anderen Seite ist es auch das Schöne, also es menschelt einfach in jeder Hinsicht und dass in Kombination mit Professionalität hat er eine Tiefe die man in anderen Bereichen der Medizin nicht findet.
00:32:12: Das hat auch dein Film finde ich so schön gezeigt Auch in einer Länge, die ich sehr angenehm fand.
00:32:20: Ich glaub, es waren neunzig Minuten oder?
00:32:22: Das ist eine sehr angenehme Filmlänge.
00:32:25: Ja, man ist gewohnt neunzig Minuten, das hält man aus irgendwie...
00:32:31: Und hast du Feedback bekommen jetzt aus deinem privaten Umfeld oder vielleicht auch von Leuten die damit wenig Berührungspunkte hat?
00:32:39: mich interessieren immer die Leute, die nicht so paläophile sind wie dir auf einen Film reagieren.
00:32:45: Also da war's ... Also es waren etliche jetzt im Kino, die Angehörige von denen war, die dem Film vorkommen.
00:32:54: Wo ich gedacht habe okay das ist jetzt kein normales Kinopublikum auch diese noch nicht gewöhnt im Kinos zu sitzen und da hat man schon gemerkt dass das vielleicht ein bisschen anstrengend auch war für die.
00:33:09: und gleichzeitig ist es aber so Dass ich zumindest, das finde ich sehr schwer für allgemein und weil die anderen reden ja nicht mit mir.
00:33:21: Also alle, die danach mit mir geredet haben, die haben alle gesagt irgendwie dass sie sehr dankbar sind, dass sie das gesehen haben irgendwie Und dann eben ganz viel von ihren eigenen Geschichten erzählt.
00:33:35: letztendlich also Und ja, die, die das schrecklich gefunden haben, glaube ich, die sprechen mich jetzt nicht unbedingt darauf an.
00:33:44: Obwohl eine Stimme ist gekommen, der ist zu mir gekommen und hat gesagt warum gibt es eigentlich kein Seelsorger in diesem Film?
00:33:51: Und das habe ich mir dann sehr zu herzen genommen weil das habe Ich mir vorher irgendwann auch schon mal gedacht dass ich kein seelsorgereische Betreuung hab.
00:33:59: Aber ich muss sagen, wir waren ja wirklich viel da.
00:34:03: Aber es ist mir nie so untergekommen!
00:34:06: Die war noch nicht bei den Dienstagssitzungen dabei?
00:34:08: Mir hat niemanden aufgefallen, der von der Seelsäuge war.
00:34:11: Es
00:34:12: hat sich mittlerweile geändert dass die Hilde unserer Seelsaugerin jetzt eigentlich fast immer dabei ist am Dienstag... Früher war das eine Zeit lang so, da gab es eine gewisse Lücke.
00:34:23: Wir hatten jahrelang eine Seelsaugerin die Christiane Csab, liebe Grüße!
00:34:28: Das hatte gestern Geburtstag und wir sind immer noch in Kontakt.
00:34:32: Unsere Seele haben wir sie schon genannt und die waren halt unglaublich.
00:34:37: Die war ein Teil der Stations-DNA kann man nur sagen... Und dann war's eher so an Demand und dann kam eben die Ingrid unsere Lebens- und Sterbearme.
00:34:46: Und die Ingrid hat uns auch darauf hingewiesen So auf die Art.
00:34:49: in der Weltgesundheitsorganisationsdefinition von Pelletivkehr steht die Spiritualität und erhebt jetzt euch das auf die Fahnen.
00:34:56: Aber wo ist es denn?
00:34:58: Und das ist schon eine interessante, das muss ich jetzt erzählen weil ich es mir gerade angehört habe.
00:35:03: Ich hab mir eine Sternstunde Philosophie mit dem Chandominico Parasio angehört ein sehr bekannter Schweizer Paliativmediziner.
00:35:13: Und da sagt er, dass es sich zu einer Patientin gesetzt hat und sie einfach nach ihren Ängsten gefragt hat.
00:35:19: Und sie ein bisschen befragt hat und das diese Patientin dann im Nachhinein gesagt hat zu jemand anderem aus dem Team.
00:35:26: der Pfarrer war schon da.
00:35:27: Und dann sagt er ist doch sehr interessant wenn man den Spieß jetzt umdreht wie schlimm das ist, wenn man mal so eine Frage stellt als Arzt das überhaupt nicht so wahrgenommen wird ein ärztlicher Part wäre.
00:35:44: Und ich glaube, wir haben im Laufe der Jahre schon viele Aufgaben übernommen auf eine ärztliche Seite viel Psychologie obwohl wir dazu nicht ausgebildet sind und viel Spiritual Care und wir versuchen jetzt eh gerade ein bisschen daran zu arbeiten dass das auch wirklich diejenigen das so richtig gut können machen.
00:36:03: Und ich kann mich erinnern, dass danach in der Podiumsdiskussion eine Frau gefragt hat um unser Psychologe da Michael Kirschbaum ob das der Seelsorger war.
00:36:09: Also das fand ich bei dem Film auch interessant, dass man ja gar nicht gewusst hat so recht wer-wer ist.
00:36:13: also du hast dann nicht runtergeschrieben die sind jene Position.
00:36:17: deswegen hatten die Leute da sicher auch einige Unklarheiten was sich auch sehr gut fand, dass du das nicht deklariert hast.
00:36:25: Also da frage ich mich immer irgendwie einerseits Ist man ein bisschen orientierungslos, weil man nicht weiß ist das jetzt die Frau Professor oder ist es die weiß ich nicht was?
00:36:37: Und
00:36:38: andererseits finde ich, ist es aber doch... Also gerade bei diesem Thema sind wir alle vom Tod betroffen.
00:36:43: Daher sind wir in allen Menschen, die vom Tod getroffen sind.
00:36:46: und dann frage ich mich, was sollen wir denn mit diesen Hierarchien, weil wir sprechen als Sterbende miteinander also als zukünftig sterbende sprechen wir doch alle miteinander und da sind wir total gleich!
00:36:58: weil egal, ob du jetzt Frau Professor Doktor Doktor bist oder nicht auch du wirst Angst vom Sterben haben.
00:37:03: So wie alle und das vereint uns irgendwie auf einer sehr guten also wichtigen Ebene eigentlich, oder?
00:37:12: Das ist dass
00:37:13: wir sonst Menschen glaube ich alle Menschen verbindet.
00:37:15: Wir werden geboren und wir müssen sterben.
00:37:18: Das ist eigentlich das einzige was zu hundert Prozent gleich ist, weil alles andere im Leben so unklar kommt.
00:37:29: Aber
00:37:31: wir könnten ewig weitertreiben.
00:37:33: Wie geht es weiter?
00:37:34: Das wäre eine gute Frage, weil wir müssen ja dann noch in unsere persönlichen Fragen stellen.
00:37:40: Nicht auslassen.
00:37:40: Wie geht es weiter mit dem Film?
00:37:42: Also ich bin jetzt wirklich mega froh, weil vor der Vorprämie war ich schon leicht verzweifelt, weil ich eben keine Verleihe für den Film hatte in Österreich, der das in die Kino bringt und Veranstaltungen macht dann so... Und inzwischen gestern hatte ich das Gespräch mit einem Verleih.
00:37:56: Das ist jetzt ein kleinerer Verleier bei einem super engagierter Verleihe und die werden den Film rausbringen.
00:38:01: Sie wissen nicht, ob sich's für Herbst ausgeht.
00:38:04: Ich hoffe trotzdem es wird sich ausgehen
00:38:06: ... Hoffentlich eine Zollheiling!
00:38:09: Aber das blieb ich natürlich leider immer an.
00:38:12: Das sieht dann jeder ein irgendwie... Aber egal wie auch immer entweder jetzt im Herbst oder im Frühjahr wird der Film tatsächlich rauskommen und wir werden so eine Österreich-Tour machen und eben auch mit Gesprächen anbieten.
00:38:24: Sobald irgendjemand von euch bereit ist da auch irgendwas mitzumachen sehr super gerne Wäre ich wahrscheinlich noch ganz wild an euch herantreten.
00:38:33: Ja, also das macht mich jetzt wirklich total froh weil es ist ja für die Leute gemacht und sollte dort auch ankommen können.
00:38:41: Die wunderschöne Neuigkeit haben schon gedacht.
00:38:44: Das darf niemanden noch sehen.
00:38:47: Das
00:38:48: freut mich auch.
00:38:49: Und es wird jetzt dann auch eine echte Premiere geben mit einem hoffentlich besseren Buffet?
00:38:52: Weil das ist irgendwie in die Hosen gegangen bei der Frau Premier!
00:38:58: Hast du noch Fragen an uns?
00:38:59: Weil du hast eingangs gesagt, du hast eigentlich so viele Fragen.
00:39:03: Ist dir noch was?
00:39:04: Doch ich habe schon eine Frage, die mir wichtig erscheint nämlich es ist ja also weil die Ehe war ja so mutig waren zu sagen sie wir schaut sich wirklich erst im Kino an.
00:39:13: Es ist ja wenn man das erste mal sich selber auf Leinwand zieht is ihr nicht nix?
00:39:17: und Man hat manchmal einen liebevollen manchmal einen kritischen Blick aber man ist sehr sozusagen Abpich drauf zu beurteilen, wie man da so daherkommt.
00:39:27: Und ich wollte fragen, wie es bei euch im Team jetzt darüber gesprochen wurde?
00:39:31: Ob für euch irgendwie das Gefühl habt ihr selbst... Also ob jemand grantig ist, weil er das Gefühl hat erst schlecht dargestellt worden oder sowas.
00:39:41: Nein gar nicht!
00:39:42: Ich
00:39:43: hab eigentlich nur Gutes gehört muss ich sagen von den Leuten die auch in dem Film vorgekommen sind, ob man jetzt da war, also ... die eine oder andere Falte sieht, das wird er wohl wirklich wurscht.
00:39:54: Ich habe kurz die Augen zugemacht!
00:39:59: Das ist immer eine Strategie, ich will Moa aber filmen.
00:40:02: Aber bei uns zählt ja der Inhalt und ... Oder leer?
00:40:08: Ich hab's auch durchwächst als positiv
00:40:11: also...
00:40:12: Ich glaube, es bin alle glücklich, dass du in dieses Chaos bei
00:40:15: der Stationsaltung sehr viel
00:40:17: geschafft hast.
00:40:19: Und ihr wart ja vorher schon im Fernsehen?
00:40:21: Also er habt euch ja auch vorher schon gesehen mit ... Es ist ja dieser Palästiefilm auch schon gewesen.
00:40:26: Die Dokumentation!
00:40:27: Dann
00:40:27: habt ihr das ja dann auch schon.
00:40:28: Also dann habt ihr diesen ersten Schrecken vielleicht auf dem Ausgabe
00:40:31: ausgedeckt und quer.
00:40:32: Ja.
00:40:33: Dann hab ich leider da nie... schafft, zu sehen.
00:40:36: Weil als ich in mir dann anschauen wollte war er auf einmal nicht mehr online?
00:40:39: Ist der nicht mehr on-line?
00:40:40: das ist schrecklich weil es auch ein sehr sehr guter Film.
00:40:43: Ja und das ist immer nur so ein paar Monate da erst war ich grantig und dann habe ich mir gedacht jetzt will ich mir unbedingt anschauen und machen weg irgendwie.
00:40:49: Na ja.
00:40:52: So ist das...
00:40:54: Dann oder kommen wir zu unserem Russischen Fragebogen, wer magst du erklären was der brusche frage ist.
00:41:03: Das ist ein gesellschaftspiel aus dem neunzehnten jahrhundert und das hat man im viktorianischen zeitalter gemacht um sich gegen also zu unterhalten und sich quasi fragen gestellt aus diesem fragebogen.
00:41:15: wir wählen auch immer wieder.
00:41:16: Ein bar aus wenn wir gäste bei uns haben jetzt einfach lustig ist ja
00:41:22: spannend
00:41:23: und so darf es einfach ganz spontan antworten Zum Beispiel, wer ist deiner liebste Romanheldin oder Romanheld?
00:41:34: Wahrscheinlich Virginia Woolf mit einem Zimmer für sich.
00:41:39: Ja schon!
00:41:41: Hast du einen Lieblingsfilm?
00:41:43: Ich muss es jetzt fragen, das sind immer so diese Fragen die du sicher gar nicht
00:41:47: magst.
00:41:48: Nein also mein Elter... ich sage mal so, ich habe viele Lieblungsfilme.
00:41:51: Also ich schaue sehr gerne Spielfilme, ich schau gar nicht so viel zu groß.
00:41:56: Mein älterster Lieblingsspielfilm ist ... Sophie's Choice.
00:42:00: Ich weiß gar nicht, wie der jetzt auf Englisch heißt.
00:42:02: Er auf Deutsch heißt ... Ja?
00:42:05: Okay, Sophie's choice kann ich nur empfehlen.
00:42:07: So eine Auschwitz- ... ja, ein großartiger Film.
00:42:10: Das ist wirklich einer meiner aller, aller ältersen Lieblungsfilme!
00:42:15: Was ist deine Lieblinsbeschäftigung?
00:42:18: Wahrscheinlich Filme zu
00:42:19: machen.
00:42:20: Cool
00:42:21: Und dann koche ich auch sehr gerne eigentlich, obwohl immer weniger.
00:42:25: Was ist für dich das vollkommene irdische Glück?
00:42:29: Äh... stille, ruhe.
00:42:38: Ruhe nach einer Aufgeregtheit!
00:42:41: Und sagst du dir sicher jetzt auch überlegt wie möchtest du gerne sterben?
00:42:46: Lustig habe ich mir glaube ich nicht so unbedingt überlegt und das ändert sich.
00:42:50: aber glaube ich Ich möchte auf jeden Fall dass er mich immer schon gesagt ich möchte auf Jeden fall mich bei allen bedanken, bevor ich sterbe.
00:42:59: Ich möchte diese Chance haben mich bei den Leuten ... die ich besonders liebe nicht bedanken zu kann, bevor wir
00:43:06: sterben.".
00:43:07: Das bedeutet, du möchtest das nicht plötzlich umfallen?
00:43:10: Nein!
00:43:11: Es werden wir öfters, ja?
00:43:12: Ja
00:43:13: und ich möchte glaube auch bewusst sterben.
00:43:15: also ich möchte es eigentlich mitkriegen.
00:43:17: Ich habe zum Beispiel panische Angst niedergespritzt zu werden oder sie ... Maria
00:43:22: ihr spritze niemanden nieder.
00:43:24: Nein, das wird sein für der nächsten Film Teil zwei.
00:43:27: Nein, ich war noch jetzt nicht bei euch,
00:43:31: aber das ist allgemein
00:43:32: so.
00:43:34: Absolut okay!
00:43:35: Wir werden es in dieser Portraitfolge als Beweis aufzeichnen.
00:43:41: Aber verstehst du was ich mein?
00:43:44: Als meine Mutter zum Beispiel gestorben ist, dann hat sie sich sehr hingegeben mit ihrem Tod.
00:43:49: ganz natürlich muss ich sagen... Und dann kam so eine Pflegeperson nachher und gesagt, ja die Ärztin hat gesagt also im Pflegeheim.
00:43:57: Die muss jetzt Morphium kriegen weil sonst bin ich, sonst bin Ich nämlich irgendwie grausam, weil die jetzt sicher schmerzen.
00:44:02: aber du hast am Gesicht meiner Mutter gesehen das war einfach ein natürlicher Prozess und ich habe nicht verstanden warum sie das machen wollte.
00:44:09: Aber ich war überfordert und haben mir gedacht okay ich muss dem jetzt Ich muss das erlauben.
00:44:14: Dann hab ich mich naheinander geärgert, weil ich mir gedacht habe, okay, da hab ich meine Mutter was genommen irgendwie ja?
00:44:20: Warum soll sie da betäubt ... Also warum soll sich benebelt sein?
00:44:25: Aber da bin ich sehr buddhistin.
00:44:26: Es ist eine Hilflosigkeit, glaub ich oft da und manche Menschen glauben, man muss unbedingt irgendwas geben eines Standard Operating Proceduren.
00:44:34: Die gibt's nicht!
00:44:35: Genau du bist buddistin so wie die Ingrid Maath, der auch Buddhistanist in dem Film vorkommt.
00:44:41: DGKB Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson beim mobilen Hospiz.
00:44:48: Und ich bin auch Buddhistin, was vereint uns?
00:44:51: Und im Buddhismus ist das ja eigentlich schon erstrebenswert sich nicht nur krisenhaft sondern immer wieder während des Lebens auf den Tod vorzubereiten in welcher Form auch immer indem man die Vergänglichkeit auch als Teil des Lebens anseht.
00:45:11: Wäre das mal ein Film über Buddhismus?
00:45:17: Ja, aber ja.
00:45:18: Habe ich schon mal probiert, aber es ist schwierig zu finanzieren.
00:45:23: Leer haben wir noch
00:45:24: Fragen?
00:45:25: Die Abschlussfragen die wir immer haben... Ich hätte noch die Frage was sagst du dich erst sehr viel damit beschäftigt?
00:45:31: Was sind für dich die drei wichtigsten palliativcare Aspekte oder was?
00:45:38: Also ich Ich weiß jetzt nicht, ob ich diese drei Jahrdings befolgen kann.
00:45:43: Aber ich glaube... Das ist für dich politisch!
00:45:45: Also das was mir am meisten jetzt augesticht, ist dass es ein wahnsinniges Glück und Privileg und Luxus ist wenn man die Chance hat überhaupt auf eine Politifstation zu landen Und das haben verdammt wenige Leute in Österreich weil das überhaupt nicht sozusagen den Markt setzigen kann Wenn man das so sagen kann.
00:46:03: Und das finde ich ist ja daran müsst ihr
00:46:07: arbeiten.
00:46:08: Weil das sollte doch also sozusagen diesen Raum für Ruhe und weniger Aufregung zu geben, damit jemand irgendwie sich verabschieden kann.
00:46:21: Das erscheint mir essentiell.
00:46:24: Und diese Chance sollte jeder haben, ob nicht nur Privilegierte die durch irgendwelche Glück oder Geld oder was auch immer die Chance haben da reinzukommen.
00:46:35: Also das würde ich mir für alle Menschen wünschen.
00:46:39: Und warte, zwei Dinger hätte ich noch.
00:46:42: Aber ja nein, das ist mein Ding.
00:46:47: Das heißt es ist auch schon dein Wunsch an den Palliativkehr?
00:46:52: Ja also ich will wirklich wünschen dass es mehr davon gibt, dass es das für unterpavilligierte Schichten gibt und das es für Leute ohne Sozialversicherung gibt.
00:47:03: Dass es wirklich jeder in Anspruch nehmen kann!
00:47:07: Es ist auch ein human right an und für sich, aber Papier ist geduldig.
00:47:12: Voll!
00:47:13: Und ich hoffe wirklich dass die IWA daran arbeitet das ins Grüne zu bringen.
00:47:17: Das
00:47:17: Palliativschloss ja... Ich arbeite ganz hart daran.
00:47:23: Es fehlt nur der Millionär oder die Millionärin?
00:47:26: Sonst wäre alles da.
00:47:28: Millionäre bitte Bitte melden.
00:47:32: Jetzt sage ich nicht mehr, so als sich jemand mit dem Schloss melden wird – das ist schon passiert!
00:47:35: Es bitte Millionäre melden, ja?
00:47:38: Millionärinnen.
00:47:39: Ja genau, das stimmt und ich finde auch zum Beispiel dass es eine wahnsinnige Chance ist.
00:47:44: auf der ganzen Welt gibt's zum Beispiel buddhistische Hospice nur in Österreich gibt's kein einziges, das find'n ich auch seltsam muss ich sagen.
00:47:51: und gerade für ne Stadt wie Wien wäre da so ein Ding.
00:47:53: Immerhin gibts ein mobiles Palliativteam, Seelsorge, eine buddhistische Seelsorge.
00:48:02: Die zur Verfügung steht eine freiwillige buddhistische Seilsorge.
00:48:05: Genau das finde ich auch schon
00:48:07: großartig.
00:48:08: Ja, das stimmt ja.
00:48:11: Ich muss dir noch eine extra Frau stellen Maria weil mir das keine Ruhe lässt.
00:48:14: was ist dein Lieblingsvogel?
00:48:15: Ich meine jetzt nicht den Vogel im Sinne von Verrücktheit sondern das Tier.
00:48:20: wegen dem Schluss des Films finde ich fast das
00:48:22: gut.
00:48:22: Okay also ich hab fast in jedem Film einen Vogel wenn man das beobachten würde Weil ich würde wahnsinnig gerne fliegen können wie ein Vogel und mir ist jeder Vogel recht.
00:48:34: Und ich finde, ich habe keinen Vogel, den ich nicht mag, sagen wir so.
00:48:38: Dankeschön!
00:48:39: Es war echt ein wunderbares Gespräch mit dir und ein wunderbarer Film und wir freuen uns unglaublich dass der wirklich ins Kino kommen wird.
00:48:49: Ja vielen Dank, dass du bei uns warst.
00:48:51: Danke schön!
00:48:54: Danke, danke.
00:48:55: Und
00:48:55: notfalls, wenn dann der Film rauskommt im Kino, dann müsst ihr schauen, dass sie wirklich schaut und vielleicht noch ein bisschen Werbung machen kann.
00:49:02: Das
00:49:02: macht
00:49:02: man ja gut!
00:49:03: Auf jeden Fall.
00:49:05: Danke euch.
00:49:06: Dankeschön.
00:49:07: Vielen Dank auch fürs Zuhören.
00:49:09: Wir freuen uns wie immer über Fragen oder Anregungen.
00:49:12: Schreibt uns gerne unter hochpalliativ atmetunirin.ac.at und folgt uns auch gerne auf Instagram unter Hochpalliativ.
00:49:20: Vielen dank.
00:49:21: Tschüss, babaa.
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